Gottis von Fuchs, Luchs und Sittich

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 13. Juli 2016

Waldkirch

Tierpatentag im Schwarzwaldzoo / Die Unterstützer helfen bei der Deckung der laufenden Kosten für Futter, Arzt und Gehege.

WALDKIRCH (BZ/sre). Wer selbst ein Haustier hat, der weiß, dass Katze, Hund und Co. übers Jahr so allerhand kosten. Nicht anders im Zoo. Deshalb ist der Freundeskreis Schwarzwaldzoo froh über Tierpaten, die bei der Deckung der laufenden Kosten helfen. Etwa 50 Tierpaten nahmen jetzt auf Einladung des Freundeskreises an einer Tierpatenführung teil. Die Paten freuten sich, nicht nur über die vielen Neuerungen und über ihre Tiere informiert zu werden, sondern auch ihr Tier füttern zu dürfen, sofern dies möglich war.

In drei Gruppen wurden am Sonntag die Tierpaten von einem Tierpfleger durch den Schwarzwaldzoo geführt. Er informierte die Tierpaten, welche Tiere einmal in die zahlreichen Gehegeneubauten einziehen werden. So werden im Gehege hinter dem Eingang, wenn es fertig gestellt ist, Ziesel, Breitrandschildkröten und europäische Sumpfschildkröten wohnen. Ein großes Waschbärengelege mit Bachlauf und Teich entsteht unterhalb des Luchs-Geheges. Das einstige Esel-Gehege wurde umgebaut und ist bald bezugsfertig für Kängurus.

Der Tierpfleger hatte Essensportionen für die Tiere dabei, dessen Pate an der Führung teilnahm. Der Pate durfte dann in das Gehege und sein Tier persönlich füttern. So beschnupperten die Frettchen neugierig die Füße des Paten, schnappten sich das hingehaltene Futter und versteckten es. Dagegen waren die Bartkäuze über den Besuch in ihrem Gehege nicht erfreut: Sie drohten dem Paten mit Schnabelklappern. Gefüttert wurden die Bartkäuze also nicht, dafür durfte sich der Pate ein paar Federn mitnehmen. Die Nasenbären dagegen freuten sich über die süße Nascherei von ihrem Paten.

Die Gottis und Gettis der Tiere im Schwarzwaldzoo kommen vor allem aus Waldkirch und der näheren Umgebung, aber auch aus weiter entfernten Orten, wie Renchen und Baden-Baden, und sogar aus der Schweiz und den Niederlanden. Nicht nur Einzelpersonen und Familien zeigen damit die Verbundenheit mit den Tieren und dem Zoo, sondern auch Firmen, Vereine und andere Gruppierungen. Der Kindergarten St. Josef in Kollnau ist beispielsweise Pate von zwei Frettchen, die Mäusegruppe vom St.-Vinzenz-Kindergarten hat das Mäusehaus im Zoo "adoptiert", der Waldkindergarten "Baumbini" in Herbolzheim eine Elser. Eine Simonswälder Firma steht in der Tierpatenliste gleich mit acht Tieren, von der Eule bis zum Alpaka, eine Apotheke aus Waldkirch mit dem Alpensteinbock und Waldkirchs Drehorgler Karl-Heinz Kury mit zwei Störchen, Alpaka und Alpensteinbock. Auch mehrere Waldkircher Gemeinderäte zeigen mit Tierpatenschaften ihre Verbundenheit mit dem Zoofreundeskreis, der den Zoo seit 2013 betreibt. Ihrer aller Unterstützung hilft dem Zoo, die Kosten für Tierfutter, Tierarztbesuche und Käfigreparaturen zu decken. Pro Tier zahlt man für die Tierpatenschaft 30 bis 200 Euro pro Jahr. Eine Patentafel im Eingangsbereich würdigt ihre Unterstützung.