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20. Juli 2017

Große Wohnungen für Familien

Wohnungswirtschaft baut in der Friedrich-Ebert-Straße in Kollnau / Erster Spatenstich.

  1. Oberbürgermeister Roman Götzmann, Gemeinderäte, Vertreter der Wohnungswirtschaft und des Architekturbüros Schindler setzen in der Friedrich-Ebert-Straße 30 den ersten Spatenstich für ein Wohnhaus. Foto: Zahn

WALDKIRCH (zg). Seit einem Brand im Jahr 2014 war das Gebäude in der Friedrich-Ebert-Straße 30 in Kollnau unbewohnbar. Nach langwierigen Vorbereitungen und Planungen erfolgte diese Woche der Spatenstich für den Neubau. Die Wohnungswirtschaft Waldkirch wird hier ein Gebäude mit bezahlbarem Wohnraum für acht Familien schaffen.

Die Nachfrage nach Wohnen im bezahlbaren Segment sei hoch, sagte Oberbürgermeister Roman Götzmann. Auch Wohnungen für Familien gibt es zu wenige. Die Wohnungswirtschaft werde hier 2,2 Millionen Euro investieren. Nach der Ortsmitte Buchholz sei das Gebäude in der Friedrich-Ebert-Straße das zweite Neubauvorhaben im aktuellen Wirtschaftsplan der Wohnungswirtschaft, sagte Betriebsleiter Tino Störk. Da der Neubau vom Landeswohnungsprogramm bezuschusst wird, werden die Mieten etwa ein Drittel unter dem ortsüblichem Mietpreisniveau liegen. In dem neuen Gebäude werden eine Drei-Zimmer-Wohnung, vier Vier-Zimmer-Wohnungen, eine barrierefreie Vier-Zimmer-Wohnung und zwei Fünf-Zimmer-Wohnungen entstehen mit 85 bis 110 Quadratmetern Wohnfläche.

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Die Abstimmungsphase mit der Gebäudeversicherung war langwierig, berichtete Architekt Thomas Schindler. Schwierig ist auch der Untergrund: Hinter dem Grundstück verläuft der Moosgraben. Der Bach habe auf dem Gelände immer wieder Schlamm und Schutt abgeladen. Hinzu komme, dass das hintere Grundstücksteil einmal auffüllt wurde. Bodenproben haben ergeben, dass es dort belastetes Material gibt, das abgetragen werden muss: 150 Kubikmeter Boden müssen entsorgt werden. Wegen des Schlamms wurden weitreichende geologische und bodenmechanische Untersuchungen durchgeführt. Stellenweise wurde bis zu einer Tiefe von sechs Metern kein fester Untergrund gefunden. Das alte Haus schwamm sozusagen auf Lehmuntergrund. Da die Häuser heutiger Bauweise schwerer sind, bedarf es einer anderen Bautechnik, damit es nicht zu Schäden an Nachbarhäusern kommt. Für das neue Haus wird mit Betonbohrpfeilwänden und bodenverbessernden Maßnahmen eine neue Gründungsebene geschaffen.

Das Acht-Familien-Haus wird eine L-Form haben und mit einer hochwertigen Fassade ausgestattet, die im Laufe der Zeit eine attraktive Patina erhält, informierte Schindler, die Anlage werde nach Fertigstellung wertvoll sein.

Autor: zg