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Warum läuft einem bei kaltem Wetter die Nase?

Henrike Berkefeld

Von Henrike Berkefeld

So, 09. Dezember 2018 um 15:54 Uhr

Gesundheit & Ernährung

Geht man in die Kälte hinaus, ist das eine große Herausforderung für die Nase. Sie versucht, die trockene Luft mit Feuchtigkeit zu versehen, indem sie die Blutgefäße in der Nasenschleimhaut erweitert.

"Wenn warme, feuchte Luft aus den Lungen im vordersten Abschnitt der Nase auf kältere Nasenwände und kalte äußere Luft stößt, kondensiert das Wasser", erklärt Michael Soyka, Oberarzt in der Rhinologie der Hals-Nasen-Ohren-Klinik des Universitätsspitals Zürich. "Neben diesem rein physikalischen Phänomen kommen aber noch spezifische Nasenphänomene hinzu."

Geht man in die Kälte hinaus, ist das eine große Herausforderung für die Nase. Sie versucht, die trockene Luft mit Feuchtigkeit zu versehen, indem sie die Blutgefäße in der Nasenschleimhaut erweitert. Die Schwellkörper vergrößern sich und damit auch die Kontaktoberfläche zwischen Luft und Gewebe. Durch den verstärkten Blutfluss wird mehr Wasser ins Naseninnere gedrückt. Gleichzeitig produzieren Drüsen in der Nase weitere Flüssigkeit. Die Nase läuft.
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Vor allem Allergiker können aber auch überempfindlich auf Kälte reagieren. Soyka: "Der Kältereiz löst bei ihnen eine deutlich heftigere Reaktion der Nase mit Verstopfungsgefühl und Nasenlaufen, zum Teil auch Nasenbrennen, aus."

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