Auf die Wahl kommt’s an

Norbert Sedlak

Von Norbert Sedlak

Mo, 29. Juni 2015

Weil am Rhein

Musikschule bietet beim Sommerfest Gelegenheit, unterschiedliche Instrumente auszuprobieren.

WEIL AM RHEIN. Die städtische Sing- und Musikschule beendete mit dem traditionellen Musikschulfest ihr Schuljahr. Musik verbindet die Menschen, von den Kleinkindern bis zu den Senioren. Bei der 1949 gegründeten Musikschule kann nahezu jeder ein Instrument erlernen und ein Teil dieser großen Gemeinschaft sein, sagte Karl Gehweiler, der seit etwa einem Jahr die Musikschule leitet und seit rund 25 Jahren das Musikschulfest organisiert.

Die musikalische Früherziehung beginne bereits bei Kindern im Alter von vier bis fünf Jahren, so Gehweiler. 32 Musikschullehrer bilden etwa 1350 Schüler an allen Instrumenten, außer Akkordeon, aus. Das Einzugsgebiet der Schule sind die Stadt Weil am Rhein sowie das vordere Kandertal, aber auch aus dem Rebland kämen die Schützlinge zum Singen oder, um ein Musikinstrument zu erlernen, so Gehweiler. Um das geeignete Instrument zu finden, sei die Beratung ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitung und dafür gebe es Schnupperkurse oder eben das Musikschulfest, bei dem die Besucher nicht nur eine Vielzahl von Instrumenten in den einzelnen Räumen des Alten Rathauses kennenlernen, sondern auch ausprobieren können. "Die Eltern sollten auf ihre Kinder hören, denn diese haben das richtige Gespür, welches Instrument ihnen am besten gefällt", empfiehlt Gehweiler. Welches Instrument gerade gefragt sei, ändere sich, früher sei einmal das Keybord beliebt gewesen, die Gitarre und das Klavier seien aber immer sehr geschätzt.

Am Vormittag präsentierten die Zöglinge im rappelvollen großen Saal das vielseitige Angebot der Sing- und Musikschule. Spielerisch trugen und sangen die Jüngsten im Alter von fünf bis sieben Jahren "Cowboy und Indianer" vor und hatten unter Leitung von Beatrice Wygand eine Menge Spaß. Erste Erfahrungen an ihren Instrumenten sammelten bereits die Blockflötenschüler von Barbara Leitherer und Ellen Fahrner sowie das Monochordensemble von Dorothee Mayr.

Die Saitenhüpfer des Streicherspielkreises von Michaela Bongartz erhielten für ihren Auftritt wie alle Nachwuchsmusiker viel Applaus. Der Kinderchor Mini von Karl Gehweiler zog das Publikum in seinen Gesangsbeitrag mit ein. Auch das Hornquartett von Udo Schmitz wusste zu gefallen und trug gekonnt seine Musikstücke vor.

Die Minibigband von Christian Leitherer mit Schülern im Alter von acht bis elf Jahren befindet sich im Aufbau. Erst seit Februar übt sie jeden Dienstag um 17.45 Uhr im Alten Rathaus. Weitere Mitspieler sind willkommen.

Nach dem Programm konnten die Kinder stundenlang alle Instrumente unter Anleitung der Musiklehrer ausprobieren, während bei schönstem Sommerwetter im Hof das Saz-Ensemble ein kleines Mittagskonzert gab.

Zum Abschluss sorgten der Weiler Kinderchor und die fortgeschritteneren Schüler mit Klarinette, Trompete oder am Klavier, die Saitenflitzer, das Gitarrenensemble und das Streichorchester der Musikschule für gute Unterhaltung. Die Bewirtung übernahm der Gesangverein Weil, Kooperationspartner der Musikschule, mit Getränken und Speisen. Dank der großen Besucherzahl hatten die Helfer alle Hände voll zu tun.