Eine wichtige Einrichtung in der Stadt

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Von ouk

Mi, 03. Mai 2017

Weil am Rhein

25 Eltern gründeten vor 20 Jahren erst eine Krabbelgruppe und dann das Familienzentrum Wunderfitz, das nun Grund zum Feiern hat.

WEIL AM RHEIN (ouk). Das Familienzentrum "Wunderfitz" wird 20 Jahre alt. Diese Woche, vom 4. bis zum 7. Mai, feiert es seinen Geburtstag mit einem bunten Programm.

"Das Familienzentrum ist heute eine wichtige Einrichtung in der Stadt", stellte Geschäftsführerin Ingrid Weinmann bei einem Pressegespräch fest. Es bietet vielfältige Betreuungsmöglichkeiten für Kinder mit drei Spielgruppen für Ein- bis Dreijährige, dem Fachdienst Kindertagespflege, der Tagesmütter und -väter ausbildet und vermittelt, und dem Hort an der Karl-Tschamber-Schule. In der Krippe werden zehn Kinder ab sechs Monaten von drei Erzieherinnen liebevoll und individuell betreut. Mit Beratung und einem breiten Angebot an Vorträgen und Kursen unterstützt das "Wunderfitz" junge Eltern in Fragen rund um Pädagogik, Erziehung und Kindesentwicklung. Außerdem gibt es Sport-, Kreativ- und Naturentdeckerkurse für Kinder und Erwachsene, Theater und Filme für Kinder.

Das "Wunderfitz" will auch Treffpunkt für junge Eltern sein. Bei den Krabbelgruppen und beim offenen Treff am Mittwoch, der in den Räumen in der Danziger Straße oder im Garten gegenüber stattfindet, sind Eltern mit ihren Kindern willkommen. Beim Projekt "Hello World" können sich Eltern austauschen und Rat holen, deren Kinder Umweltreize hochsensibel wahrnehmen und darauf mit Beißen, Schreien oder anderem scheinbar unangemessenem Verhalten reagieren.

Vor 20 Jahren gründeten 25 Eltern zunächst eine Krabbelgruppe und später den Verein. Im Jahr 1997 zogen sie in die Räume in der Danziger Straße. Seitdem ist das Familienzentrum gewachsen. Im Jahr 1998 richtete man die erste Minikindergartengruppe ein. Zwei Jahre später zog das Tageselternzentrum – heute Fachdienst Kindertagespflege – ein. Im Jahr 2004 machte das Familienzentrum die ersten Ferienangebote, zu denen auch die beliebten Zirkusprojekte gehören. 2008 eröffnete der Hort an der Karl-Tschamber-Schule.

Die Eröffnung der Krippe im Jahr 2011 sei ein Meilenstein gewesen, sagte Halka Dupy, die Vorsitzende des Trägervereins: "Gesellschaftliche Entwicklungen haben unsere Arbeit geprägt." Heute ist das "Wunderfitz" Arbeitgeber für mehr als 20 Fachkräfte. Ingrid Weinmann unterstützt die ehrenamtliche Arbeit der Eltern im Verein als hauptamtliche Geschäftsführerin. Die Betreuungsangebote sind in der Bedarfsplanung der Stadt eingerechnet und werden bezuschusst. Für das Beratungs- und Kursangebot gibt es keine Zuschüsse.

Für die Zukunft wünschen sich Halka Dupy und Ingrid Weinmann von der Stadt Räume für alle Angebote an einem Standort. Heute arbeiten die Krippe und der Fachdienst Kindertagespflege außerhalb der Danziger Straße.