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07. Mai 2009

Grüne sind ganz angetan vom Truz

Weit und breit gibt es keine vergleichbare Einrichtung / An vielfältigsten Stellen aktiv

  1. Die Grünen-Landtagsabgeordneten Reinhold Pix, Gisela Splett und Bernd Murschel (von rechts) diskutierten im Truz mit Vertretern verschiedener Organisationen und Verbände über Fragen des Umweltschutzes. Foto: SENF

WEIL AM RHEIN (us). Einen Tag lang nahmen sich drei Landtagsabgeordnete der Grünen, der agrarpolitische Sprecher Dr. Bernd Murschel, der verbraucherpolitische Sprecher und Biowinzer Reinhold Pix sowie die umweltpolitische Sprecherin Dr. Gisela Splett Zeit, um sich unter dem Schwerpunktthema "Wasser, Renaturierung des Rheins" über Probleme der Landwirtschaft, der Imkerei und der Trinkwassergewinnung zu informieren. Als Tagungsort hatte man dabei das Trinationale Umweltzentrum ausgesucht. Dr. Michael Wilke, Leiter des Projektes Regiobogen, erhielt dabei die Gelegenheit, den Abgeordnete und deren Begleitern aus Stuttgart und den hiesigen Orts- und Kreisverbänden die Arbeit des Truz vorzustellen.

Beeindruckt zeigten sich Splett, Pix und Murschel von der vielfältigen Arbeit, die im Truz geleistet wird. Ganz deutlich habe ihr der Besuch in Weil gemacht, wie sehr es fest gefügte Strukturen brauche, um Umweltthemen nachhaltig bearbeiten zu können, erklärte Gisela Splett. Was im Truz geleistet werde, sei vorbildlich, so die Abgeordnete. Dies umso mehr, als das Truz durch seine besondere Struktur im grenzüberschreitenden Raum mit seinen speziellen interkulturellen Problemen besonders schwierige Voraussetzungen habe. Deutlich machten die Abgeordneten, dass es weit und breit keine vergleichbare Einrichtung wie das Truz gebe, in der Naturschützer, Städte und Gemeinden, Verwaltungen, Firmen und Zweckverbände aus drei Ländern gut und erfolgreich zusammenarbeiten. Denn oft ist es schon schwierig genug, überhaupt einen Dialog zwischen verschiedenen Interessensgruppen oder Ländern zustande zu bekommen.

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Nicht weniger erstaunlich war für die Abgeordneten aber auch, wie sich das Truz von einer Institution, die am Tropf von Interreg-Geldern und öffentlichen Zuschüssen hängt, zu einer dynamischen Struktur, die mittlerweile gut die Hälfte des Budgets selbst erwirtschaftet, entwickelt hat. Auch die personelle Entwicklung von einem Projekt, das fast tot war zu einem Projekt, das an den vielfältigsten Stellen aktiv ist, wurde erstaunt zur Kenntnis genommen.

Überrascht war das Trio von der Nachricht, dass das Bienensterben möglicherweise hätte vermieden werden können, wenn bekannt gewesen wäre, dass entsprechende Versuche mit dem giftigen Beizmittel bereits in den Vorjahren stattgefunden hatten. Für Gisela Splett ist dies Ansporn, Umweltthemen an den Ursachen zu bekämpfen. "Gelingt es uns nicht, die Mechanismen aufzudecken, laufen wir immer wieder in solche Probleme hinein", begründet sie ihren Kampf gegen den ungeprüften Einsatz solcher Mittel in der Landwirtschaft.

Autor: us