Jedes Jahr kommen mehr Besucher

Regine Ounas-Kräusel

Von Regine Ounas-Kräusel

Di, 25. Juli 2017

Weil am Rhein

Miteinanderfest dient den Friedlingern wieder als Anlass der Begegnung und lässt unterschiedliche Gruppen Hand in Hand arbeiten.

WEIL AM RHEIN (ouk). Beim Miteinanderfest rund um das Mehrgenerationenhaus in Friedlingen feierten am Sonntag Menschen verschiedener Herkunft – Senioren ebenso wie junge Leute und Familien mit Kindern – zusammen. "Wir erreichen die Menschen, die offensichtlich ihren Spaß miteinander haben", freute sich Volker Hentschel vom Stadtteilverein Friedlingen, der das beliebte Fest seit vier Jahren organisiert.

Ob Wolfgang Dietz wünschte den Menschen bei der Begrüßung, dass sie sie miteinander ins Gespräch kommen – von Nachbar zu Nachbar. Dazu bot das Fest viele Gelegenheiten. An den Stationen des Teamparcours der Generationen erprobten bald viele Besucher ihre Geschicklichkeit. Stadtteilmutter Mexhide Jashari-Avdiu versuchte sich mit ihrem Sohn beim Ringe werfen. Sie habe schon viele Bekannte getroffen, erzählte eine Frau, die mit ihrer Tochter in der Warteschlange stand. Vor dem Mehrgenerationenhaus spielte das Duo Tina und Jo währenddessen zur Gitarre Lieder der 60er und 70er Jahre. Eine ältere Dame und drei Kinder tanzten dazu.

Viele Gäste saßen einfach zusammen, genossen die internationalen Spezialitäten und redeten miteinander. Wie jedes Jahr boten die alevitische Gemeinde, das internationale Frauencafé, die evangelische Friedensgemeinde und andere Akteure Speisen und Getränke an.

Bei einem bunten Kulturprogramm stellten sich verschiedene Gruppen vor und luden die Besucher zum Mitmachen ein. So unterhielten Bonds Bigband und die Bigband Mini der Musikschule mit Hits wie "YMCA". Kinder aus den Treffs der Stadtjugendpflege tanzten mit glitzernden Bändern. Auch die weißrussischen Mädchen, die derzeit beim Arbeitskreis Tschernobylkinder zu Gast sind und Schülerinnen der Lörracher Realschule tanzten unbeschwert.

An der Boulebahn trafen sich Kinder und Erwachsene mit den europäischen Rentnern (APE) auf ein Spielchen. Viele Kinder hatten auch ihren Spaß mit dem eingeladenen Jongleur Beni Ocker, beim Kistenstapeln und beim Schminken.

Nach Einschätzung von Volker Hentschel hat sich das Miteinanderfest seit 2004 gut entwickelt. Damals startete das Fest als "Kinder- und Seniorentag" in der Breslauerstraße. Seit vielen Jahren findet es in Friedlingen statt. Hentschel freute sich, dass in jedem Jahr ein paar mehr Besucher kommen – in diesem Jahr insbesondere auch ältere Menschen. Erfreulich fand er auch, dass die Akteure der Stadtteilrunde vom Kindergarten bis zur türkisch-islamischen Eyup Moschee auch beim Stadtteilfest Hand in Hand arbeiten.

Friedlingen sei durch Bautätigkeit, durch Zu- und Wegzug von Menschen geprägt, sagte er. Wegen des Einkaufstourismus könnten sich die Einwohner in ihrem Stadtteil am Wochenende kaum bewegen. Daher seien Anlässe zur Begegnung wie das Miteinanderfest wichtig.