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19. Februar 2011

Lob von Gönner: Weil hat was für andere erreicht

Dietz lädt Grube erneut ein.

  1. Sind sich wieder gut: OB Dietz, Bahnchef Grube und Umweltministerin Gönner (von rechts) Foto: Meyer

WEIL AM RHEIN (nn). Das seit dem denkwürdigen Besuch in Haltingen am 31. Oktober lange erwartete Wiedersehen mit Bahnchef Grube hat gestern in Bad Bellingen unter Zeitdruck, aber in auffallend aufgeräumter Stimmung stattgefunden. OB Dietz, der Gelegenheit zu einer kurzen Ansprache erhielt, erwähnte die jüngst entstandene Verstimmung über Grube nicht und lud ihn statt dessen ein, wieder einmal nach Haltingen zu kommen, egal ob die Nachrichten schlecht oder so wie jetzt "semi-gut" seien.

Grube hatte im Oktober eine Prüfung der Tieflage zugesagt und zugleich versprochen, das Ergebnis persönlich in Weil mitzuteilen, auch wenn er schlechte Nachrichten habe. Dann aber kam der abschlägige Bescheid doch per Post und von einem Mitarbeiter Grubes. Das hatte in der Stadt erheblichen Unmut ausgelöst.

Grube konnte gestern nur noch kurz antworten, gab aber zu verstehen, dass man hier am Oberrhein etwas errichten wolle, was die Zustimmung aller finde, was zu der Versicherung von Umweltministerin Gönner passte, dass man in Eimeldingen Fehler gemacht habe, die sich nicht wiederholen sollten. Darauf hatte auch Dietz abgehoben, als er im Hinblick auf die nun anstehende Bauphase in Haltingen forderte, dass es ein zweites Eimeldingen nicht geben dürfe und man aus den gemachten Fehlern lernen müsse.

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An die Adresse der Partner im Projektbeirat richtete Dietz zugleich den Dank der Stadt, die mit der Entscheidung des Projektbeirats nicht unzufrieden sei. Dietz ist aber auch überzeugt, dass die Menschen sehr genau beobachten würden, ob den Zusagen von heute auch Taten folgen. Deshalb müssten die Versprechungen nun in einen öffentlich-rechtlichen Vertrag gefasst werden: "Ein Oberbürgermeister hätte halt gern eine große Urkunde mit Siegellack und Schnur, es muss ja kein Schweinsleder sein."

Gönner fand das amüsant, zumal es keinen Siegellack mehr gebe, räumte aber zugleich ein, dass die Situation für Weil am Rhein schwierig sei, weil man nicht alles erreichen konnte, was man sich vorgestellt habe. Mit der fortwährenden Kooperationsbereitschaft der Stadt und dem Willen zur Optimierung der Pläne habe Weil aber etwas auf sich genommen, wovon andere Anlieger an der Rheintalstrecke künftig profitieren würden, sagte Gönner, ehe der Besuch dann ganz schnell zu Ende ging, weil Ministerpräsident Mappus mit dem Heli zu einem anderen Termin entschwinden musste.

Autor: nn