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17. Juli 2009

Der Schachclub Winden steht sportlich gut da

Ziel ist aber die Verbesserung der Jugendarbeit und der Finanzlage / Klaus Burger und Friedhelm Trenkle sind neue Ehrenmitglieder

  1. Foto: Elfriede Mosmann

  2. Foto: Elfriede Mosmann

WINDEN. Der Schachclub Oberwinden ist mit all seinen fünf Mannschaften sportlich auf der Erfolgsspur, die erste mischt in der Verbandsliga Südbaden ganz vorne mit, die zweite hat den Aufstieg in die Bereichsliga geschafft, "À la bonheur", sagte der Bürgermeister, "für einen kleinen Ort im ländlichen Raum". Nur die Jugend blieb auf der Strecke, daher wird über die Einrichtung einer sechsten Mannschaft nachgedacht. Die Versammlung stimmte einer Beitragserhöhung ab 2010 zu.

Und so wurde gewählt: Michael Kammerer bleibt zweiter Vorsitzender, neuer Schatzmeister ist Bernhard Blattmann, Sebastian Völker löst Alexander Lang als Mannschaftsführer der Ersten ab. Martin Wißler und Bernhard Blattmann bleiben wie bisher die Mannschaftsführer.

Für die Spende von 8 elektronischen Uhren und 16 Spielsätzen dankte Vorsitzender Lang gleich zu Beginn dem Förderverein, der zuvor getagt hatte. In den drei Vorstandssitzungen sei es neben der Ferienspielaktion auch um die Organisation der "Adlerbar" gegangen. Da wünsche er sich, so Lang, dass sich mehr Helfer finden, "denn mit diesen Einnahmen müssen wir unseren Etat bestreiten", sagte er und richtete einen eindringlichen Appell an alle Mitglieder, sich beim Dorffest einzubringen. Dort wird es am Sonntag, 2. August, ein "Fest-Blitzturnier" geben.

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Das "Schachblättle" verdiene großes Lob für die interessanten Berichte. Gedankt wurde Markus Mack für die Koordination der Werbung und auch den Werbepartnern. Hervorragend betreibe Tilo Minges die "top aktuelle Homepage". Jedes Vereinsmitglied sei aufgerufen, Berichte zu liefern, Infos und Anekdoten.

Die erste Mannschaft ist in der Verbandsliga auf dem dritten Platz und fest etabliert. Die zweite Mannschaft ist Meister der Bezirksklasse Freiburg; die dritte steht in der Bezirksklasse auf Platz fünf. In der Kreisklasse B und C haben sich vierte und fünfte Mannschaft gut behauptet.

Vereinsmitglieder haben an mehreren Wettkämpfen teilgenommen, Alexander Lang und Andreas Wernet an der Schacholympiade in Dresden. Spitzenspieler Peter Dittmar hat als bester Deutscher beim Schachfestival in Arco (Italien) Platz sieben von 111 Teilnehmern erreicht. Bei allen Erfolgen der Mannschaften ist der Mangel an Nachwuchs zu beklagen, "drei bis vier Jugendliche sind halt zu wenig". Nachgedacht wird über eine sechste Mannschaft, in der die Jugendlichen integriert und an das Mannschaftsspiel herangeführt werden können. Bernhard Blattmann soll das meistern.

Der Schachclub zählt laut Schriftführer Peter Meyer derzeit 152 Mitglieder, 68 sind aktive Spieler. Turnierleiter Edgar Kais war zufrieden mit dem Besuch der Turniere, die Vereinsmeisterschaft sei spannend gewesen. Blitzmeister wurde Peter Dittmar, das Pokalturnier habe überraschend er selbst gewonnen.

Die Kasse wies ein beträchtliches Minus auf, das laut Schatzmeister Harry Schindler größeren Investitionen und dem Ausflug zuzuschreiben war.

Zur "hervorragenden sportlichen Bilanz" gratulierte Bürgermeister Clemens Bieniger. "Wir sind stolz auf unseren Schachclub", der sich auch ins gemeindlichen Vereinsleben einbringe.

Die Versammlung bot auch den passenden Rahmen für Ehrungen: Zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden Klaus Burger und Friedhelm Trenkle aufgrund ihrer überragenden Verdienste für den Schachclub in mehreren Jahrzehnten. Beide haben den Verein geprägt und waren über Jahre hinweg auf verschiedenen Positionen in der Vorstandschaft tätig. Alexander Lang wurde jedem der zu Ehrenden in einer ganz persönlichen Laudatio gerecht.

50 Jahre ist Paul Trenkle Mitglied im Schachclub, "er war von Anfang an dabei", sagte Lang, hatte viele Jahre Verantwortung in der Vorstandschaft übernommen, hat die Chronik zum 25-Jährigen verfasst und sich viele Verdienste erworben. "Es besteht auch nach 50 Jahren noch eine starke Verbundenheit", sagte Trenkle, der sich über die Ehrung freute, und der einiges von früher zu erzählen wusste, wie alles mit Schulschach angefangen habe. 25 Jahre Mitglied im Schachclub sind Dieter Schwendemann und Clemens Bieniger. Auch sie wurden ausgezeichnet.

Autor: Elfriede Mosmann