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01. August 2017

Dieselaffäre

Experten: Software-Update hilft wenig

Vor dem Diesel-Gipfel gibt es Zweifel am Plan der Autobauer / Bundesregierung ringt um Einigkeit.

BERLIN (mul/dpa). Kurz vor dem Auto-Gipfel zur Zukunft des Dieselantriebs äußern sich Experten skeptisch, ob das von den Autobauern vorgeschlagene Software-Update die Luft sauberer macht. Bei vielen Modellen "nutzt auch ein Update nichts", sagte Peter Mock von der Organisation ICCT der Badischen Zeitung. ICCT hatte 2015 die Betrugssoftware bei VW entdeckt und so den Dieselbetrug ans Licht gebracht. "Es gibt momentan keine praktikable Lösung, wie man die sauberen von den schmutzigen Diesel trennen könnte. Als Privatkunde kann man das gar nicht überblicken", sagte Mock. Es sei "kein Wunder, dass die Kunden kein Vertrauen mehr in die Technologie haben. Auch die besseren Hersteller werden in diesen Strudel mit hineingezogen." Auch die Deutsche Umwelthilfe hält freiwillige Software-Updates zur Verringerung der Stickoxidemissionen für nahezu wirkungslos. Nötig seien umfangreiche technischen Nachrüstungen. Die Bundesregierung suchte am Montag eine gemeinsame Line. Offen ist, ob sie ein Update der Motor-Software für ausreichend hält, ob es Kaufanreize für neue Diesel gibt und ob Sammelklagen gegen Konzerne erlaubt werden.

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Autor: afp,mul