HINTERGRUND

dpa/AFP/BZ

Von dpa, AFP & BZ-Redaktion

Sa, 20. Januar 2018

Wirtschaft

"Den Zustand der Welt verbessern"

Das World Economic Forum (WEF) in Davos gilt weltweit als einer der wichtigsten Treffpunkte für Spitzenpolitiker, Topmanager und Wissenschaftler. Neben Debatten, die live auch auf große Monitore in Nebenräume übertragen werden, können die Teilnehmer in dem luxuriösen Schweizer Wintersportort zwanglos über globale Herausforderungen debattieren. Nicht selten werden in solchen vertraulichen Runden Auswege für komplizierte Probleme und Konflikte erörtert. Erklärtes Ziel des Forums ist es, "den Zustand der Welt zu verbessern".

 Dass dabei das Knüpfen geschäftlicher und politischer Kontakte bestens möglich ist, gilt als willkommener Nebeneffekt. Gegründet wurde das WEF von dem aus Ravensburg stammenden Ökonomieprofessor Klaus Schwab (79). Dem Forum gehören mehr als 1000 Unternehmen an – darunter 122 der weltweit größten Konzerne als sogenannte strategische Partner. Auch dieses Jahr gibt es Proteste von Globalisierungskritikern gegen das Forum.

 Schwerpunktthemen sollen Umweltprobleme wie Wetterextreme und Artensterben sein, aber auch um Cyberattacken soll es gehen, um politische Krisen und die wirtschaftliche Ungleichheit. "Wir haben zugelassen, dass Brüche entstehen, die Institutionen, Gesellschaften und die Umwelt schwächen – diese Brüche gilt es nun zu heilen", sagt Schwab. "Die umfassende wirtschaftliche Erholung bietet uns eine Chance, die wir nicht vergeuden dürfen." Er rief Staats- und Regierungschefs auf, entschlossen und gemeinsam gegen komplexe Probleme in allen Bereichen vorzugehen.