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04. Januar 2016

Erfolg mit Spraydosen: Wie sich Zellaerosol global behauptet

CDU-Landtagsabgeordneter Ulrich Lusche besuchte kürzlich das Zeller Familienunternehmen / Kritik an umfangreichen europäischen Richtlinien.

  1. Geschäftsführer Dr. Thilo Fessmann im Gespräch mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Ulrich Lusche, Anton Maier, Zweitkandidatin Daniela Rümmele und Siegfried Kiefer vom CDU-Stadtverband Zell und einem Firmenmitarbeiter (von links). Foto: Privat

ZELL IM WIESENTAL (BZ). Ob Haarspray, Deodorant oder Kfz-Pflegemittel aus der Sprühdose: Das Herstellen und Abfüllen sogenannter Aerosole in Spraydosen ist das Fachgebiet der Firma Zellaerosol GmbH in Zell. Bei einem Besuch vor Ort informierte sich CDU-Landtagsabgeordneter Ulrich Lusche in Begleitung von Zweitkandidatin Daniela Rümmele und Mitgliedern des CDU-Stadtverbands Zell über das Leistungsspektrum des mittelständischen Familienunternehmens und die damit einhergehenden Herausforderungen im globalen Wettbewerb.

Als 1960 das selbstständige Familienunternehmen von Ernst und Heinz-Dieter Fessmann gegründet wurde, gehörte dieses zu den Pionieren in der Aerosolbranche. Heute behauptet sich das mittelständische Unternehmen nach wie vor im globalen Wettbewerb und kann so manches namhafte, internationale Kosmetikunternehmen zu seinem Kundenstamm zählen.

"Ich bin immer wieder erstaunt, welche Märkte unsere mittelständischen Unternehmen aus der Region bedienen. Obwohl dies teilweise ja im knallharten, internationalen Wettbewerb und unter zum Teil strengen Auflagen und Bedingungen geleistet werden muss", äußerte sich Ulrich Lusche anerkennend gegenüber Geschäftsführer Thilo Fessmann. Es sei erfreulich, dass dieses Familienunternehmen generationsübergreifend weitergeführt werde und somit Arbeitsplätze in der Region gesichert bleiben.

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Von der Entwicklung bis zur Abfüllung des entsprechenden Aerosolprodukts bietet das Zeller Familienunternehmen seit jeher den Kunden das volle Leistungsspektrum, wie bei einem Rundgang zu erfahren war.

Im Entwicklungslabor informierte der Entwicklungsleiter die Besucher über die Verfahrensschritte bei der Produktentwicklung. Unterstützt von Geschäftsführer Fessmann machte er kein Hehl daraus, dass der Umfang und das Detailreichtum der gesetzlichen Vorgaben gerade auch im Hinblick auf europäische Richtlinien nahezu "ein kaum mehr stemmbares Maß erreicht" habe. Hier könne man sich des Verdachts nicht erwehren, dass in Brüssel Gesetze eher aus der Sicht von großen Konzernen als von mittelständischen Unternehmen gemacht werden. Der wirkliche Gewinn für den Verbraucher sei daher manchmal eher zweifelhaft. Im weiteren Verlauf führte Thilo Fessmann die Besucher durch die Prüflabore und die Produktionshallen und erläuterte die einzelnen Arbeitsschritte, die von der Entwicklung des Produkts bis hin zur Abfüllung und zur Verpackung der Spraydosen erfolgen.

Beeindruckt von der Professionalität mit der vor Ort gearbeitet wird, interessierte es den Abgeordneten, wie sich das regionale Unternehmen im globalen Wettbewerb bewährt. Wie Fessmann erläuterte, gebe es Auflagen und unterschiedliche Ansprüche – diesen versuche man zum Wohle des Kunden immer gerecht zu werden. Natürlich müsse man Prozesse stets optimieren um wettbewerbsfähig zu bleiben. Dabei stehe man h bei der Rekrutierung von Fachkräften stets in Konkurrenz mit den Chemiekonzernen in der Region.

Seit jeher beschäftige das Unternehmen vorwiegend Mitarbeiter aus dem Wiesental. "Was die Ausbildung und die Qualifikation von Fachkräften betrifft, so ist das Land hier in der Verantwortung", meinte Lusche. Es sei wichtig, "die entsprechenden Stellschrauben dafür zu stellen, damit die mittelständischen Unternehmen in Baden-Württemberg auch zukünftig weiterhin wettbewerbsfähig bleiben".

Autor: bz