Zeller Schauspiel gewinnt Landeswettbewerb

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 17. Juni 2017

Zell im Wiesental

Trachtengruppe gewinnt mit "Verliebt, verloren, verheiratet" den Landesamateurtheaterpreis "Lamathea" / Im September geht es nach Karlsruhe.

ZELL (BZ). Die Theatergruppe der Trachtengruppe Zell darf ihr Stück "Verliebt, verloren, verheiratet" in Karlsruhe aufführen: Das Stück – eine ins Alemannisch übersetzte englische Komödie, die 2016 unter der Regie von Gotthard Jost in Zell uraufgeführt wurde – hat den Landesamateurtheaterpreis "Lamathea" gewonnen.

In dem vom Landesministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie dem Landesverband Amateurtheater Baden-Württemberg ausgelobten Wettbewerb setzte sich das Zeller Stück in der Kategorie Mundart gegen 16 Mitbewerber durch.

Im Herbst wird die Trachtengruppe nun für drei Tage nach Karlsruhe fahren, wie Organisator Andreas Müller berichtet. Dort wird die siegreiche, von Heidi Zöllner aus Hausen ins Alemannische übersetzte Komödie wieder aufgeführt. Mit dem Stück – eigentlich aus der Feder des britischen Autors Ray Cooney und in Deutschland unter dem Originaltitel "Lügen haben junge Beine" veröffentlicht – hat die Trachtengruppe im vergangenen Herbst beim "Theater Dinner" im Pfarrsaal einen großen Erfolg gefeiert. Es war nebenbei das erste Stück, bei dem Gotthard Jost Regie führte. "Offensichtlich hat das Stück die Jury überzeugt. Es hat damals schon Leute gegeben, die hinterher sagten, so viel hätten sie noch nie gelacht", berichtet Andreas Müller.

In Karlsruhe wird das Stück wahrscheinlich im Unitheater auf die Bühne kommen, voraussichtlich am 30. September. Ob der Termin auch so bestehen bleibt, ist noch nicht zu 100 Prozent sicher.

Die Theatergruppe ist eine Gruppierung der 1937 gegründeten Trachtengruppe Zell. Schon seit den 50er-Jahren hat die Trachtengruppe Theaterstücke aufgeführt, vor allem Theaterstücke des Mundartdichters Gerhard Jung, der in Zell geboren wurde. Im Jahr 1996 hat die Gruppe erstmals ein Freilichtspiel aufgeführt. Das Mundartstück "Ein Tag im April" handelte von Georg Herwegh. 2004 wurde das Mundartstück "Montfort oder die erste Zeller Fabrik" als Freilichtstück aufgeführt. Weitere Freilichtstücke wurden in den Jahren 2007 und 2010 gespielt. Im Jahre 2013 wurde in Zusammenarbeit mit dem Hotel "Löwen" ein Dinner-Krimi, mit dem Titel: "Heiraten ist immer ein Risiko" aufgeführt. Da für die Trachtengruppe die Brauchtumspflege von großer Bedeutung ist, wurden alle Stücke in "Hochalemannisch" gespielt.