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25. November 2016

Besondere Kennzeichen: Pinselohren und Backenbart

Leonie Haas hat über den Luchs recherchiert und herausgefunden, dass seine Pfoten im Winter praktisch zu Schneeschuhen werden.

  1. Ein Luchs, gemalt von Leonie Haas Foto: Privat

Im Sommer waren wir in einem Wild- und Freizeitpark am Bodensee. In diesem Park gab es über 300 Wildtiere, die in Freigehegen leben. Ein Tier hat mich dabei ganz besonders interessiert. Durch sein rotbraunes Fell mit schwarzen Punkten hatte es Ähnlichkeit mit einer getigerten Hauskatze. Aber es war viel größer als eine Hauskatze und hatte noch weitere Unterschiede: An den Ohren besaß das Tier kleine, schwarze Haarbüschelchen und um die Schnurrhaare herum waren ganz viele weiße Haare, die wie ein kleiner Bart aussahen. Weißt du schon, was für ein Tier ich gesehen habe? – Es war ein Luchs!

Der Luchs war in einem großen Gehege eingeschlossen. Dort gab es viele Büsche, einen Baumstamm zum Rumklettern und eine Holzhütte, auf der sich der Luchs gerade sonnte. Am Zaun war ein Schild mit Informationen über den Luchs angebracht. Darauf stand, dass es sich hier um einen Eurasischen Luchs handelt, der in Europa und Asien lebt. Neben dem eurasischen Luchs gibt es noch den Kanadischen Luchs aus Kanada, den Rotluchs aus den USA und den Pardelluchs, der in Portugal und Spanien vorkommt. Auf dem Schild stand auch noch, dass der Luchs zur Familie der Katzen gehört, deswegen vermutlich auch die Ähnlichkeit mit der Hauskatze. Zudem zählt der Luchs zu den Raubtieren und ernährt sich von Säugetieren wie Eichhörnchen, Hasen, Füchsen, Rehen und Vögeln.

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Nachdem wir am Abend wieder zu Hause ankamen, wollte ich noch mehr über den Luchs wissen. Ich habe im Internet recherchiert und noch ein paar spannende Informationen gefunden. Zum einen habe ich erfahren, dass der Luchs eine Schulterhöhe von bis zu 75 Zentimeter hat, und er damit zu den größten europäischen Wildkatzen gehört. Er ist das drittgrößte Raubtier Europas nach dem Bär und dem Wolf. Zudem wird er bis zu 38 Kilogramm schwer und wird in freier Wildbahn lebend zehn bis 20 Jahre alt. Der Luchs hat ein sehr gutes Gehör und kann mit seinen Augen sechsmal so scharf sehen wie ein Mensch. Daher kommt das Sprichwort: Jemand hat Augen und Ohren wie ein Luchs!

Der Luchs ist auch noch sehr schnell: Er kann bis zu 70 Stundenkilometer schnell rennen und ist somit schneller, als man mit einem Auto in einer Ortschaft fahren darf. Jetzt aber noch zu den besonderen Merkmalen des Luchses: Der Luchs hat, bezogen auf seine Größe, einen kurzen Stummelschwanz, der 15 bis 25 Zentimeter lang ist und eine schwarze Spitze hat. Seine großen, felligen Pfoten wirken im Winter wie Schneeschuhe. Wenn er über den Schnee läuft, spreizt er seine Zehen. Dadurch wird die Trittfläche größer, und er sinkt im Schnee kaum ein. An den Ohren hat der Luchs etwa drei bis vier Zentimeter lange, schwarze Pinselhaare. Diese "Pinselohren" dienen dem Luchs als eine Art Antenne, mit deren Hilfe er feststellen kann, wo ein Geräusch herkommt. Zudem hat der Luchs noch einen weißen Backenbart. Man weiß noch nicht genau, wozu der Backenbart da ist, aber es wird vermutet, dass er damit noch besser Geräusche aufnehmen und auch seine Stimmung ausdrücken kann.

Für mich war es sehr interessant, mehr über den Luchs zu erfahren. Ich hoffe, ich konnte euch noch einiges erklären, was ihr über den Luchs noch nicht wusstet. Jetzt versteht ihr auf jeden Fall, von was man spricht, wenn es um Pinselohren und Backenbart geht.

Autor: Leonie Haas, Klasse 4a, Alemannenschule, Wutöschingen