Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

24. August 2010

Gütezeichen zur 40-Jahr-Feier

Gut 500 Gäste feiern mit Endinger Weingut Leopold Schätzle .

  1. Viele Gäste, darunter auch Verbandspräsident Killian Schneider, feierten mit beim Jubiläum des Weinguts Leopold Schätzle in Endingen. Foto: Christel Hülter-Hassler

  2. Illustre Gäste beim Weingut-Jubiläum: Leopold Schätzle senior (rechts) mit einer barocken Wein-Göttin und der ehemaligen Weinkönigin Simone Renth-Queins. Foto: Christel Hülter-Hassler

ENDINGEN. Zusammen mit mehr als 500 Freunden, Geschäftspartnern und Kunden aus ganz Deutschland feierte das Weingut Leopold Schätzle am Freitag in Endingen sein 40-jähriges Bestehen mit einer exquisiten Weinprobe. Simone Rent-Queins, die vor knapp 20 Jahren Auszubildende von Leopold Schätzle war, moderierte den von der Freiburger Rathausmusik musikalisch umrahmten Jubiläumsabend. Hier, bei der Familie Schätzle, so verriet die Deutsche Weinkönigin 1999/2000 aus dem rheinhessischen Schwabenheim, habe sie die Glut vom Kaiserstuhl in allen Facetten kennen und lieben gelernt.

"Ich bin im dritten Ausbildungsjahr auf Empfehlung meines Ausbilders hierher gekommen, doch dieses Selbstbewusstsein und diesen Stolz hatte ich vorher bei Winzern noch nicht erlebt", blickte die Winzerin zurück. Gegenseitige Wertschätzung sprach aus dem spontanen Schlagabtausch mit ihrem ehemaligen Ausbilder am Mikrofon auf der blumengeschmückten Bühne: "Wir mussten richtig schaffen", so Simone Rent-Queins, worauf Leopold Schätzle ergänzte: "Man soll in der Lehre lernen zu arbeiten!"

Werbung


Welche Herausforderungen es zu meistern galt, verdeutlichte die junge Frau an einem Beispiel: "Morgen wird gefüllt, hat es geheißen, richte alles dafür!" "Du hast es geschafft, du hast es mit deinem Können und deiner Leistungsbereitschaft sogar vielen männlichen Kollegen gezeigt", äußerte sich der als Ausbilder vielseitig engagierte Leopold Schätzle senior anerkennend.

Als Spiegelbild des durchgängigen Qualitätskonzeptes präsentierte sich die unterhaltsam dargebotene Weinprobe. 16 Endinger, Oberbergener, Hecklinger und Kenzinger Erzeugnisse, angefangen mit acht verschiedenen Spätburgunder Rotweinen bis zu erlesenen Kostproben von Scheurebe Beerenauslese und Eiswein, zeigten die ganze Bandbreite der Weine aus dem Haus Schätzle.

"Es sind die Menschen, die unsere Weinlandschaft prägen!" kommentierte Leopold Schätzles ehemaliger Auszubildender Kilian Schneider aus Schelingen den Werdegang des Betriebes. 35 Jahre nach seiner Zeit im Weingut Schätzle war er als Präsident des Badischen Weinbauverbandes gekommen und gratulierte der Familie Schätzle zu dem, was sie geleistet habe. Die Verdienste des Betriebes würdigte Schneider mit dem Goldenen Gütezeichen des Badischen Weinbauverbandes. Zu den Gratulanten gehörte auch Bürgermeister-Stellvertreterin Bettina Stumpf-Maroska und zur großen Überraschung der Gäste auch Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie habe es sich nicht nehmen lassen, diesem Abend beizuwohnen, schmeichelte Merkel-Double Marianne Schätzle. Schließlich schaue die ganze Republik nach Endingen. Der Kontakt zu Deutschlands bekanntester Angela-Merkel-Imitatorin aus Hilzingen war über die Namensverwandtschaft entstanden.

Aufsehen erregte später auch das Erscheinen von drei in üppigem Barockschmuck gekleideten Wein-Göttinnen mit ihrem Auftritt. Entsprechend animiert genossen die Gäste in bester Feierlaune auch nach dem offiziellen Programm noch lange den schönen Sommerabend auf dem geschmückten Festgelände, in welches das Anwesen für das Jubiläum verwandelt worden war.

So blieben während des Jubiläums-Wochenendes mit Musik, Gesang, Tanz und Wein keine Wünsche offen an diesen "Kulinarischen Weintagen" auf dem Weingut , deren Gestaltung und Ambiente auf positive Art auch die Handschrift der nachrückenden Schätzle-Generation verrieten.

Autor: Christel Hülter-Hassler