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14. Oktober 2011
100 000 Euro von Helfern eingespart
Die Freiwilligen von "Freiburg packt’s an" haben der Stadt mit 4000 unentgeltlichen Arbeitsstunden viel geholfen.
INNENSTADT. Mehr als 800 Menschen beteiligten sich dieses Jahr bei "Freiburg packt an", dem städtischen Projekt für bürgerschaftliches Engagement im öffentlichen Grün. Als kleines Dankeschön gab es am Mittwochnachmittag ein Helferfest im Stadtpark: Für die einzelnen Projekte wurden Urkunden verliehen, außerdem konnten sich die rund 50 Anwesenden in geselliger Runde mit Brezeln und Apfelsaft stärken. Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde von der Maddis’son Brass Band.
"Sie alle haben der Stadt einen großen Dienst erwiesen", betonte Baubürgermeister Martin Haag zum Auftakt. Aufgrund der angespannten finanziellen Situation sei das bürgerschaftliche Engagement nämlich sehr willkommen: "Rund 4000 Stunden wurden dieses Jahr geleistet, was einem Gegenwert von über 100 000 Euro entspricht", so Haag.Die Projekte waren sehr unterschiedlich: Heinz Kressner aus Ebnet brachte beispielsweise mit weiteren Helfern rund 60 Parkbänke vom Dreisamufer bis zum Welchental in Schuss. "Um das Ortsbild zu verschönern", wie der Rentner betonte. Lehrerin Stefanie Gibat von der Gerhart-Hauptmann-Schule indes hat sich mit 14 Schülern einer siebenten Klasse um den Japanischen Garten im Seepark gekümmert, wobei es ihr nicht nur ums Müllauflesen ging: "Wir konnten die Thematik auch im Unterricht aufgreifen", erläuterte die Pädagogin. Und die Geschwister Munira (7), Omar (10) und Abdul (12) Schure waren sogar eigens aus Fulda angereist: In den Ferien hatten sie ihrer Oma Brigitte Carter bei der Pflege von Baumscheiben in der Jacobistraße geholfen. "Das war ganz toll", meinte Omar, der gemeinsam mit anderen Kindern auf eine ganz besondere Schatzsuche ging: Die kleinen Helfer durften am Mittwochnachmittag vergrabene Blumenzwiebeln in einem großen Haufen aufspüren, was ihnen sichtlich Spaß machte.
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"Wir freuen uns auf Ideen fürs nächste Jahr", sagte Stephanie Lemper, die beim Garten- und Tiefbauamt für "Freiburg packt an" zuständig ist. Vorschläge, so die Landschaftsarchitektin, könnten schon jetzt gemacht werden – sowohl von Gruppen als auch von Einzelpersonen. Indes sei die diesjährige Runde noch nicht ganz vorbei: "Die Bekämpfung der Kastanien-Miniermotte läuft nämlich noch", ergänzte ihre Kollegin Monika Borodko-Schmidt. Momentan stehe das Aufsammeln von Laub an, in dem die Puppen des Schädlings überwintern.
Derartige Aktionen haben in der Vergangenheit bereits Erfolg gezeigt: "Mancherorts, etwa im Eschholzpark, hat sich die Situation gebessert", so die Sozialarbeiterin. Indes würde man sich über neue freiwillige Helfer freuen – insbesondere in Herdern, wo die Rosskastanien stark befallen seien.
Für das Aufsammeln der Blätter stellt die Stadt spezielle Müllsäcke zur Verfügung, die ausschließlich für Kastanienlaub gedacht sind. Sie sind unter anderem bei den Rathäusern, Ortsverwaltungen, der Ökostation und den Recyclinghöfen der ASF erhältlich. Infos bei "Freiburg packt an" unter Tel. 0761/201-4712.
Autor: Andreas Braun
