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12. Juli 2014

15 Jung-Ingenieure im Nebenfach

Oberstufen-Schüler des Denzlinger Erasmus-Gymnasiums, des Rotteck- sowie des Kepler-Gymnasiums erkundeten Technikbetriebe.

  1. Die erfolgreichen Absolventen der Schüler-Ingenieur-Akademie mit ihren Zeugnissen (links) oder an der Werkbank (rechts). Foto: Helena Kiefer/Privat

  2. Foto: Photographer: Gabriele Zahn

DENZLINGEN/FREIBURG. Nach der Schule in den Ingenieurberuf? Fünfzehn Schüler und Schülerinnen aus Denzlingen und Freiburg durften ein Jahr lang an der Schüler-Ingenieur-Akademie (SIA) teilnehmen und in ihrem Wunschberufsfeld Erfahrungen sammeln. Karin Lang von der BBQ Berufliche Bildung und Bernhard Läufer, Schulleiter des Erasmus-Gymnasiums in Denzlingen, überreichten nun den Teilnehmern ihre Zertifikate.

Dem voraus gingen vier ausgewählte Präsentationen der Abschlussarbeiten. "Ihr seid interessante Persönlichkeiten. Ich bin tief beeindruckt von euren Arbeiten", so Karin Lang bei der Übergabe. Das Projekt "SIA" wird durch die Agentur für Arbeit und den Verband "Südwestmetall" gefördert. "Die SIA eröffnet Perspektiven einer beruflichen Zukunft im Bereich der Ingenieurwissenschaften", heißt es von Verbandsseite. Über zwei Semester treffen sich die teilnehmenden Schüler in Firmen, in einer der teilnehmenden Schulen oder in der technischen Fakultät der Universität Freiburg. 13 der Schüler und Schülerinnen kamen aus Freiburg, vom Kepler- und Rotteck-Gymnasium. Timo Gutjahr und David Reichenbach sind die einzigen Teilnehmenden aus Denzlingen.

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"Ich habe mich in meiner Abschlussarbeit mit thermischen Solaranlagen beschäftigt", erklärt Timo. "Ich bin der Meinung, dass man immer mehr auf erneuerbare Energien setzen sollte. Das ist umweltfreundlicher und auf lange Sicht günstiger." Die Erfahrungen durch die SIA hätten ihn in seinem Berufswunsch bestärkt. Nach dem Abitur im nächsten Schuljahr möchte er gerne "in Richtung technische Mechatronik".

Auch sein Denzlinger Klassenkamerad David sieht sich durch die Erfahrungen darin bestärkt, später in einem technischen Beruf arbeiten zu wollen. "Irgendwas mit Elektronik", sagt er. Unterstützt wurden die Schüler durch zahlreiche Ansprechpartner in den Firmen wie der Sick AG, Hekatron, Micronas und auch der technischen Fakultät der Freiburger Universität. Die Firmen unterstützen die SIA schon seit ihrem Beginn vor drei Jahren. "Jede Firma wurde dreimal besucht, und auch in den Schulen waren wir abwechselnd", sagt Timo. Spannend fand er vor allem die Betriebsführungen, bei denen man als Schüler einen guten Einblick in das Arbeitsleben erhaschen konnte. Herausgefordert sah er sich, wie auch sein Klassenkamerad David, durch die Themenfindung für seine schriftliche Arbeit. Auch die Zeiteinteilung bereitete ihm kleine Schwierigkeiten.

Idee gegen Falschfahrer auf der Autobahn

Daniel Ejebugha geht aufs Kepler-Gymnasium in Freiburg und wurde von Schulleiter Läufer für seine Idee gelobt. Der 17-Jährige beschäftigte sich nämlich mit Falschfahrern auf Autobahnen. "Zuerst habe ich mich gefragt, was Falschfahrt eigentlich ist", erzählt Daniel. Dann habe er sich mit bereits bestehenden Lösungsvorschlägen beschäftigt und auch eine eigene Idee entwickelt: "Wenn man die Einfahrt und die Ausfahrt verriegelt, dass man nur noch von der richtigen Seite auffahren kann". Ähnlich wie in Frankreich, könnten Falschfahrer von Schranken an der Auffahrt gehindert werden "und so gar nicht erst auf die Autobahn gelangen", meint der Freiburger Schüler.

Die Schüler trafen sich nicht nur zu den freitäglichen Treffen, sondern auch zum Beispiel bei "Jugend forscht" oder den Science Days im Europa-Park. Petru Birau konnte an der Abschlusszeremonie nicht teilnehmen. Er war am selben Abend mit seinem Projekt über Nanotechnik auf einem Wettbewerb und hätte gute Chancen zu gewinnen, so sein Lehrer vom Kepler-Gymnasium.

Weitere Themen der Abschlussarbeiten waren zum Beispiel "Alternative Antriebstechniken in der Luftfahrt" von Florian Meiner, "Elektromobilität – Zukunftstechnologie oder Nischenprodukt?" von David Jenne, beide vom Kepler-Gymnasium, und "Herzschrittmacher mit alternativer Energieversorgung" von Niklas Dierenbach vom Rotteck-Gymnasium.

Autor: Helena Kiefer