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07. Dezember 2012

AMNESTY

Aktion zum Tag der Menschenrechte

OFFENBURG (BZ). Den "Tag der Menschenrechte" am kommenden Samstag, 8. Dezember, wird die Offenburger Gruppe von Amnesty International von 10 bis 14 Uhr am Tannenbaum vor dem Rathaus mit einem Stand den "Tag der Menschenrechte" begehen. Weltweit wird laut Heidi Bange von der Offenburger ai-Gruppe an diesem Tag mit einem Briefmarathon daran erinnert, dass noch immer in über 70 Ländern von Staats wegen gefoltert wird. Vor allem Menschenrechtler werden verfolgt, bedroht, zu langen Gefängnisstrafen oder sogar zum Tode verurteilt. Exemplarisch wird Amnesty International drei Bedrohte oder Gefangene besonders unterstützen. Mit dem ungewöhnlichen Briefmarathon sollen aus aller Welt möglichst viele Briefe bei den betreffenden Regierungsstellen eingehen und helfen, die Lage der drei Menschen zu verbessern. Um einen kleinen Beitrag für das Briefporto wird gebeten. Unter dem Motto: "Wir erwärmen Sie mit Punsch – Sie heizen mit Ihrer Unterschrift Diktatoren ein" bittet die Gruppe zu Früchtepunsch und Unterschrift an den Stand. Auch in der Stadtbibliothek Offenburg werden die Briefe zum Mitnehmen und selbst versenden ausliegen. Die drei Bedrohten sind:

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Narges Mohammadi, Iran: Die Journalistin ist wegen ihres Einsatzes für die Menschenrechte als Geschäftsführerin des "Zentrums für Menschenrechts-Verteidiger" in Teheran, das 2008 von iranischen Behörden geschlossen wurde, zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Wegen ihres schlechten Gesundheitszustandes ist sie auf Kauton frei, jedoch jederzeit von einer Wiederverhaftung bedroht.

Azza Suleiman, Ägypten: Sie nahm am 17. Dezember 2011 an einer Protestkundgebung gegen die Militärregierung teil. Bei dieser Kundgebung wurden mindestens 17 Menschen getötet. Azza Suleiman sah, wie eine junge Frau schwer von Soldaten misshandelt wurde und wollte dieser helfen. Daraufhin wurde sie zu Boden gestoßen und so lange geschlagen, bis sie das Bewusstsein verlor. Sie erlitt einen schweren Schädelbruch und hat eine offizielle Beschwerde gegen das Militär eingelegt. Bis jetzt wurde niemand dafür und die Morde vor Gericht gestellt.

Gao Zhisheng, China: Als Rechtsanwalt zählt er zu den prominentesten Menschenrechtsverteidigern Chinas. Wegen seines Engagements wurde er gefoltert, unter Hausarrest gestellt, verschleppt und monatelang an geheimen Orten festgehalten. Derzeit wird der 48-jährige in einem abgelegenen Gefängnis im Norden Chinas festgehalten.

Autor: bz