Höllentalbahn

An diesen 5 Stellen wird in Freiburg beim S-Bahn-Großprojekt gebaut

Christian Engel und Uwe Mauch

Von Christian Engel & Uwe Mauch

Di, 20. Februar 2018 um 09:10 Uhr

Freiburg

Bis Ende Oktober sind zwischen Freiburg und Titisee statt ratternden Zügen nur noch werkelnde Bauarbeiter zu hören. Was in der Stadt wo gemacht wird – ein Überblick.

Bald stehen die Züge in Freiburg still – zumindest auf der Höllentalbahnstrecke West, die vom 1. März an im Rahmen des Großprojekts Breisgau-S-Bahn 2020 modernisiert wird.

Hauptbahnhof

Zwischen Gleis 4 und 5 kommt eine Weiche, damit Elztalbahn und Ost-West-Achse (Breisach/Endingen bis Villingen/Seebrugg) nebeneinander funktionieren können. Sowohl nach Westen als auch nach Osten bis zum Bahnhof Wiehre ist eine neue oder erneuerte Oberleitung nötig. Auch dort will die Deutsche Bahn die Barrierefreiheit verbessern. Laut Uwe Schade vom Zweckverband Regio-Nahverkehr (ZRF) sollen Bahnsteighöhen angepasst werden, die Planungen laufen derzeit.

Bahnübergang Möslestraße

Weil die Höllentalbahn künftig schneller fährt, braucht der Bahnübergang im Freiburger Stadtteil Waldsee eine neue Sicherheitstechnik, neue Halbschranken und Ampeln. Ein Geländer soll Straße und Gehweg trennen und außerdem verhindern, dass Passanten die geschlossenen Schranken umgehen. Kosten: 590 000 Euro.

Karte: Hier wird in Freiburg am Großprojekt gebaut



Bahnübergang Lindenmattenstraße

Es kommen zwei Halbschranken für die Straße, drei Gehwegschranken, Ampeln und Geländer. Außerdem werden die Gehwege beim Übergang neu geführt, einer soll direkten Zugang zum geplanten zweiten Bahnsteig am Bahnhof Littenweiler ermöglichen.

Bahnhof Littenweiler

Früher war er es schon einmal: ein Kreuzungsbahnhof. Das soll er wieder werden, indem er auf einer Länge von 600 Metern ein zweites Gleis samt neuer Oberleitung erhält. Hinzu kommt ein zweiter Bahnsteig. Dieser soll dafür sorgen, dass im Berufsverkehr morgens und nachmittags ein zusätzlicher, dritter Zug auf die Höllentalbahn zwischen Freiburg und Kirchzarten geschickt werden kann, damit Pendler zügiger und gemütlicher ans Ziel kommen.

Bahnübergang Ebneter Straße

Für den Geh- und Radweg sind zwei neue Schranken, Ampeln und Geländer erforderlich. Außerdem wird der kleine Bahnübergang auf drei Meter verbreitert und erhält eine neue Sicherungstechnik. Kosten: 460 000 Euro. Am Bahnübergang Kappler Straße muss nur die Sicherheitstechnik etwas angepasst werden. Die Hoffnung im Verkehrsausschuss, künftig könnten die Schranken etwas später geschlossen werden und nicht schon, wenn der Zug aus Freiburg in den Bahnhof Littenweiler einfährt, musste ZRF-Geschäftsführer Uwe Schade enttäuschen. Es sei schon erfreulich, dass sich die Wartezeiten für Autofahrer nicht erhöhen.

Schienenersatzverkehr und Infos

Um zu gewährleisten, dass Pendler an ihr Ziel kommen, werden ab dem 1. März rund 40 Busse fahren. Zwischen Freiburg, Titisee und Neustadt werden die Busse bis zum 31. Oktober 2018 in Betrieb sein, zwischen Titisee und Seebrugg bis zum 31. März 2019. Sobald die Bauarbeiten auf der östlichen Höllentalbahn beginnen, wird der Schienenersatzverkehr am 1. Mai bis Donaueschingen erweitert. Diese Strecke wird bis zum 31. Mai 2019 befahren werden. Morgens und Abends sollen wegen der erhöhten Schüler- und Pendlerzahl mehr Fahrzeuge eingesetzt werden. Das Mitnehmen von Fahrrädern wird nur begrenzt möglich sein. Weitere Informationen zum Baufortschritt des Projekts liefert die App "Breisgau-S-Bahn 2020". Sie ist ab dem 1. März kostenlos für Android und iOS Nutzer erhältlich.

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