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Diese 16 sozialen Projekte unterstützt die BZ-Aktion Weihnachtswunsch

Anja Bochtler

Von Anja Bochtler

Do, 13. Dezember 2018 um 20:36 Uhr

Freiburg

Dolmetscherkosten, Mittagstisch oder eine Küche der Begegnungen: Die BZ-Aktion Weihnachtswunsch unterstützt mit fast 50 000 Euro wieder unterschiedliche soziale Projekte.

Sie bieten Unterstützung für Kinder und Ältere, für Familien und Einzelne, für Geflüchtete oder wohnungslose Menschen: 48 459,31 Euro der BZ-Aktion Weihnachtswunsch gehen an 16 ausgewählte Projekte. Wichtig und sinnvoll sind sie alle (siehe Info-Box) – hier folgen beispielhaft kurze Einblicke in drei der Projekte.

Dolmetscherkosten für Geflüchtete

Folter, Krieg, Verfolgung: Viele der Menschen, denen die Flucht nach Deutschland gelang, schleppen tiefgehende Verstörungen und psychische Traumatisierungen mit sich herum. Die "Psychotherapeutische Arbeitsgemeinschaft für MigrantInnen Freiburg" des Psychoanalytischen Seminars vermittelt sie an Psychotherapeutinnen und -therapeuten, damit sie trotzdem möglichst unproblematisch weiterleben können. Das hilft ihnen, ist aber auch gesamtgesellschaftlich wichtig, betont die Psychoanalytikerin Angelika Rees. Das Problem: Während des Asylverfahrens übernehmen die Behörden die Finanzierung der Therapien und der Dolmetscher. Wer einen sicheren Status oder eine Duldung bekommt, kann zwar bei der Krankenkasse eine Therapie bekommen, für die Dolmetscherkosten aber ist niemand zuständig. Bis endlich eine dringend notwendige bundesweite Reglung kommt, sind aufwändige Nachfragen bei Stiftungen nötig, damit Therapien nicht plötzlich abgebrochen werden müssen. Die Aktion Weihnachtswunsch sichert die Finanzierung für etwa ein Jahr.

Haslacher Mittagstisch

Wer wenig Geld hat, bezahlt 2,20 Euro für ein Essen – das sind die allermeisten. Der reguläre Preis ist doppelt so hoch, und nur er deckt die tatsächlichen Kosten. Meist kommen zwischen 20 und 25 Menschen zum Essen in den Stadtteiltreff am Melanchthonweg, erzählt der Quartiersarbeiter Gerald Lackenberger vom Verein "Nachbarschaftswerk", der den Mittagstisch zusammen mit der evangelischen Melanchthon- und der katholischen St.Michael-Gemeinde trägt. Das Essen stammt aus der Caritas-Großküche, ein 1,50-Euro-Jobber und rund zehn Ehrenamtliche sorgen zusätzlich für Salate oder Desserts, geben das Essen aus und spülen. Die Gäste sind zu 70 Prozent allein lebende Männer, fast immer über 60 Jahre. Zur Finanzierung der Essenskosten fehlen rund 4000 Euro im Jahr.

Küche für Begegnungsstätte

Besonders voll wird’s beim Public Viewing bei Fußballspielen oder bei Ausstellungseröffnungen der "Galeria Spechtweg": Da kommen bis zu 100 Gäste in die Begegnungsstätte der Seniorenwohnanlage der Arbeiterwohlfahrt in Landwasser, erzählt Petra Winterhalter von der AWO. Und bei diesen Angeboten sind auch alle Altersstufen mit dabei. Andere Angebote wie die "Mittwochssuppe" oder "Wir tanzen durch die Stadt" richten sich eher an Ältere. Beliebt ist alles, und die Bewohnerinnen und Bewohner der Wohnanlage freuen sich, dass immer auch viele andere Menschen aus dem Stadtteil vorbeikommen. Natürlich gibt’s immer auch Bewirtung, von der Stadionwurst beim Fußball über die Häppchen bei der Vernissage bis zum Buffet beim Tanzen. Die Küche aber ist längst in die Jahre gekommen, gebraucht werden ein neuer Herd, Dunstabzugshaube und neue Arbeitsflächen.
Gefördert werden:

- Dolmetscherkosten für psychisch traumatisierte Geflüchtete/Psychoanalytisches Seminar (6500 Euro).
- Gasherd für die Cafeteria für Haftentlassene/Bezirksverein für soziale Rechtspflege (6484,31 Euro).
- Winterfeste Ausrüstung für Wohnungslose/Kleiderladen (5000 Euro).
- Tandem für Menschen mit und ohne Demenz/Seniorenwohnanlage der Arbeiterwohlfahrt Am Zollhof (4300 Euro).
- Bewegungstrainer für Senioren im Haus Marga Sauer/Heiliggeistspitalstiftung (4100 Euro).
- Küche für die Begegnungsstätte/ AWO-Seniorenwohnanlage in Landwasser (4000 Euro).
- Kochbuch eiweißarme Ernährung / Verein "Spatz" (4000 Euro).
- Haslacher Mittagstisch, der überwiegend von finanziell benachteiligten Menschen besucht wird/Nachbarschaftswerk, Melanchthongemeinde und Gemeinde St. Michael (3000 Euro).
- Gewächshaus im Tafelgarten/Freiburger Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft (3000 Euro).
- Infrastruktur fürs Büro/ "Verein Kulturwunsch", der bei kulturellen Veranstaltungen Restkarten an Menschen mit wenig Geld vermittelt (3000 Euro).
- Materialien für eine Sand- und Matschgrube des Kindergartens/Freiburger Turnerschaft (1500 Euro).
- Material für den internationalen Müttertreff/Mehrgenerationenhaus EBW (1250 Euro).
- Dolmetscherkosten für Beratung von Geflüchteten/Schwangerschafts-, Paar- und Sexualberatung Pro Familia (1125 Euro).
- PC-Arbeitsplätze für jesidische Frauen und Jugendliche/Amt für Migration und Integration (650 Euro).
- Fahrräder für eine Wohngruppe mit geflüchteten Jugendlichen/Wiese GmbH, Kinder- und Jugendhilfe (300 Euro)
- Ein Bällebad und eine Wippe für einen Winterspielplatz im Gemeindesaal für sozial benachteiligte, beengt wohnende Familien/Heilsarmee (250 Euro).