20. Februar 2009
Auch Kies auf der Brücke kann Narren nicht stoppen

- Gleich beide Stadtherren schlugen Charly Oberle und Sascha Komposch beim Spiel der Salmfänger. | Foto: Heike Armbruster
Bevor der Salm, der als Zeichen für den größten Fang des Jahres gilt, aber an Land gebracht werden konnte, geleiteten die beiden Zunftmeister der Narro-Altfischerzunft 1386, Charly Oberle und Felix Klingele, die Mitglieder der Laufenburger Narrenvereinigungen, wie etwa der Salmfänger, zur Rheinbrücke. Von dort ging es gemeinsam zur Codmananlage und dann mit dem Salm wieder zurück zum Marktplatz auf der Schweizer Seite. Zwar funktionierte die Zusammenarbeit in der fünften Jahreszeit vorbildlich – doch kleine Sticheleien blieben selbstverständlich nicht aus. Als es auf der Schweizer Seite etwas länger zu dauern schien, bis die Narren endlich mit dem Salm in Sicht waren, meinte der deutsche Zunftmeister mit einem Augenzwinkern: "Das liegt sicher am Kies am Ende der Rheinbrücke."
Doch kaum hatte der Salm seinen Bestimmungsort erreicht, forderte Obersalmi Richard Obrist die beiden Stadtoberhäupter Rudolf Lüscher und – in spe – Ulrich Krieger, die beiden Zunftmeister, Oberwaldgeist Sascha Komposch und Elferratspräsident Robert Schwander zu einem kleinen Wettkampf heraus. Es galt einen Ball über eine Fläche voll ausgestanzter Löcher zu navigieren. Eine Aufgabe, die Komposch, Oberle und Schwander eindeutig schneller bewältigten als Krieger, Lüscher und Klingele. Das aber störte die beiden Stadtherren nicht – voller Einsatz kämpften sie mit dem Schweizer Zunftmeister darum, ihren Ball ebenfalls ans Ziel zu bringen.
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Damit nun aber in den nächsten Tagen alle eine "glückselige" Städtlefasnacht genießen können – mit dem Open-Air-Gugge-Festival heute Abend als großer Publikumsmagnet – schritten die städtischen und närrischen Würdenträger zur offiziellen Eröffnung derselbigen. Nach einem dreifachen "Narri, Narro", das zur Sicherheit noch einige Male wiederholt wurde, war der offizielle Teil beendet und der Narrensamen konnte endlich den Stand mit den versprochenen Brötchen und Würstchen stürmen. Dass es für die Kleinen noch zahlreiche Angebote in den kommenden Tagen gibt, darauf wies Oberle noch mal hin, schließlich werde Fasnacht auch immer durch die Kleinen zu einem tollen Erlebnis. Für Stimmung sorgten aber nicht nur die Kids, auch die Narrenmusik spielte immer wieder auf.
Mehr zur Fasnacht im Internet unter http://www.badische-zeitung.de/fasnacht
Autor: Heike Armbruster





