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30. Januar 2016

"Das Messer geht mir im Sack auf"

Medienberichte über Bundestagsbeschluss zum Bahnausbau erregen Ärger im Auggener Rat.

AUGGEN (hrl). Ihrem Zorn über die in ihren Augen einseitige Berichterstattung der Medien über den Bundestagsbeschluss zum Thema Rheintalbahn haben mehrere Gemeinderäte und Bürger Auggens in ihrer Sitzung am Donnerstag Luft gemacht. "Das Messer geht mir im Sack auf, wenn jetzt so getan wird, als sei ein Jahrhundertwerk entstanden", empörte sich Gerhard Danner (Freie Wähler).

"In der ,Landesschau’ hat es sich so angehört, als ob alle Forderungen, auch unsere, akzeptiert worden seien", kommentierte ein beim Bürgerbündnis Bahn Markgräflerland (BBM) engagierter Bürger, Bekannte hätten ihm wider besseres Wissen bereits gratuliert. "Die von uns gewünschte Verlängerung der Tieflage über Hügelheim, Müllheim und Auggen wird es nach dem derzeitigen Stand der Dinge nicht geben", stellte Bürgermeister Fritz Deutschmann statt dessen einmal mehr fest. Statt der gewünschten Realisierung der optimierten Kernforderung 6 sind nur verstärkte Maßnahmen zum Lärmschutz beschlossen worden.

Das BBM ruft für den 16. Februar mittags zu einer Demonstration in Stuttgart auf, um dort die bisher gesammelten mehr als 4000 Unterschriften gegen die geplante Antragstrasse der Bahn öffentlichkeitswirksam zu übergeben.

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Auch in Auggen selbst will man sich weiterhin mit Nachdruck für eine bessere Lösung im Sinne des BBM einsetzen. Zu Gesprächen vor Ort sollen Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Landrätin Dorothea Störr-Ritter eingeladen werden, lautet ein Auftrag an die Gemeindeverwaltung.

Deutschmann teilte zudem mit, dass nun eine Gegendarstellung des Eisenbahnbundesamtes zur Klage von Müllheim und Auggen gegen den Planfeststellungsbeschluss zum Bahnausbau vorliege mit der Forderung, die Klage der Gemeinden abzuweisen. Seiner Meinung nach "ein netter Versuch".

Autor: hrl