Nach dem Hangrutsch

Autobahn 98 im Kreis Lörrach: Bau ohne Verzögerung

Michael Baas

Von Michael Baas

Fr, 29. September 2017 um 08:26 Uhr

Kreis Lörrach

Der Hangrutsch sorgt nicht für Verzögerungen: Das sagt der Projektleiter über den Weiterbau der A 98 im Kreis Lörrach. Der Zeitplan ist ihm zufolge nicht betroffen.

"Es wird keine Verzögerungen beim Weiterbau geben", so bewertet Projektleiter Jens Scheck vom Regierungspräsidium Freiburg mit etwas Distanz die Folgen des Hangrutsches an der Baustelle der A 98 bei Rheinfelden. Wie bereits berichtet, ist auf einem Teilstück des 2,8 Kilometer langen Bauabschnitts zwischen dem Autobahndreieck Hochrhein und der künftigen Anschlussstelle Minseln vergangene Woche auf einer Länge von 80 Metern und einer Breite von 50 Metern eine Böschung abgerutscht.

Keinerlei Auswirkungen auf den Zeitplan

Auf die Arbeiten an dem rund 500 Meter langen und allein 37,5 Millionen Euro teuren Herrschaftsbucktunnel, die mit dem Tunnelanschlag Ende Juli begonnen hatten, habe der Vorfall aber keinerlei Auswirkung, erläutert Scheck auf Nachfrage weiter – ebenso wenig wie auch den gesamten Zeitplan.

Zwar muss der abgerutschte Bereich nun zunächst saniert und stabilisiert werden. Es gebe auf dem knapp drei Kilometern aber genug andere Ansatzpunkte zum Weiterarbeiten, so dass im Gesamtprojekt keine Verzögerungen zu erwarten seien und die anvisierte Inbetriebnahme dieser Umfahrung von Rheinfelden 2020 nach derzeitigem Stand nicht in Gefahr gerate. Die abgerutschten Erdmassen, nach ersten Schätzungen rund 40000 Kubikmeter, werden nun zunächst beseitigt, abgefahren und der Bereich dann "mit gutem Material", sagt Scheck, neu aufgebaut; gegebenenfalls könne das Fels sein. Größere künstliche und entsprechend teuere Stützbauwerke wie eine Mauer sind aus Sicht des Projektleiters bislang aber nicht notwendig. "Das können wir durch andere Methoden verbessern", erklärt er.

Ursachen noch nicht geklärt

Die Ursachen des Hangrutsches sind gleichwohl noch nicht definitiv geklärt. Zwar sei bekannt gewesen, dass die geologischen Verhältnisse an der Stelle von der Schichtung her speziell sind und diese entsprechend beobachtet worden, schildert Scheck. Die detaillierten Analysen seien aber noch nicht abgeschlossen. So hätten Geologen nach dem Rutsch nochmal Bodenproben genommen und den gefährdeten Bereich vermessen. Die Ergebnisse stünden aber noch aus. Klar sei aber, dass es sich um ein lokal begrenztes Problem handele und keineswegs auf den ganzen 2,8 Kilometern mit Hangrutschproblemen gerechnet werden müsse.

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