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17. November 2010 17:34 Uhr

Wie gewonnen, so zerronnen

Mehr Einwohner, mehr Zuschuss, mehr Abfluss

Wie gewonnen, so zerronnen: Weil Bad Krozingen in diesem Jahre eine beeindruckende Einwohnerstatistik vorweisen kann, gibt’s mehr Geld aus dem Finanzausgleichstopf des Landes. Allzu viel anfangen wird der Kurort damit nicht können.

  1. Bad Krozingen wächst. Foto: donner

Die Summe, die der Stadtkasse über die eingeplanten Einnahmen hinaus zufließen wird, entspricht ziemlich genau dem Betrag, den sich der Landkreis über eine erhöhte Kreisumlage zusätzlich holen dürfte.

Der 30. Juni gilt in jedem Jahr als Stichtag bei den Berechnungen des kommunalen Finanzausgleichs. Die Einwohnerzahl, die zu diesem Datum ermittelt wird, ist dabei die Grundlage. Und da konnte Bad Krozingen in diesem Jahr ein beeindruckenden Zahl aufweisen: 18 174 Einwohner. Der Ehrlichkeit halber sei gesagt, dass in dieser Zahl auch Personen enthalten sind, die sich nur übergangsweise im Kurort aufhalten – Erntehelfer etwa.

Geplant hatte Kämmerer Christian Thomann bei den Ausgleichszahlungen mit 17 895 Einwohnern, wofür es rund 5,25 Millionen Euro gegeben hätten. Nun aber ist mit 5,5 Millionen zu rechnen. Die Viertelmillion mehr aber wird wohl nicht in der Gemeindekasse bleiben können, sondern dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald zufließen. Eine Erhöhung der Kreisumlage von 36 auf 37,5 Prozent gilt als so gut wie beschlossen.

Mit den im Sommer gezählten 18 174 Einwohnern ist man übrigens Müllheim dicht auf den Fersen, wo die Statistik 18 288 Seelen verbuchte. Bürgermeister Ekkehart Meroth kündigte mit einem Augenzwinkern bereits einen kleinen Sektempfang für die Rathaus-Mitarbeiter an, sollte Bad Krozingen bei einer der nächsten Sommer-Statistiken als größte Gemeinde im Landkreis erscheinen.

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Autor: hub