Bad Säckingen will emissionsfreien Verkehr stärken

Jörn Kerckhoff

Von Jörn Kerckhoff

Sa, 09. September 2017

Bad Säckingen

Neues Projekt der Verwaltung ist am Freitag der Öffentlichkeit vorgestellt worden / Zahl der E-Mobilisten im Kreis überschaubar.

BAD SÄCKINGEN. "Bad Säckingen fährt emissionsfrei." Der Titel des Projekts, das am Freitag der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, macht deutlich, dass man sich in Bad Säckingen hohe Ziele gesteckt hat. Die Beteiligten von Stadt, Stadtwerken, Sparkasse Hochrhein, Volksbank Rhein-Wehra sowie Christian Klaiber, Leiter der Initiative Zukunftsmobilität, sind überzeugt davon, dass der Elektromobilität die Zukunft gehört und dass die Vision von einer emissionsfreien Stadt keine bleiben muss. So die einhellige Meinung beim Pressetermin am Festplatz.

"Wir haben hier die erste Schnellladesäule in Südbaden", erklärte Bürgermeister Alexander Guhl und erklärte damit auch schon, warum man diesen Ort für den Termin ausgesucht hatte. Die Ladesäule steht nämlich am Festplatz, wurde von den Stadtwerken gesponsert und Ende Juli eingeweiht. Nur ein kleiner Baustein für das große Ziel, aber ein wichtiger. Die Stadt Bad Säckingen verfügt über ein Elektroauto als Dienstfahrzeug, das Bürgerauto in der Stadt fährt elektrisch, die Stadtwerke haben elektrische Fahrzeuge im Fuhrpark, die Volksbank und die Sparkasse haben jeweils einen Elektroroller angeschafft. Der von der Sparkasse steht beim "Kater Hiddigeigei" und kann gemietet werden.

Mit Justus Obermeyer nahm auch jemand an dem Termin teil, der sich privat ein Elektroauto angeschafft hat und damit zwischen seinem Wohnort Wehr und seinem Arbeitsplatz in Bad Säckingen pendelt. Seit zehn Monaten sei er elektrisch unterwegs. Es habe ihn einfach geärgert, für den kurzen Weg noch immer Benzin zu verbrauchen, erklärte er die Beweggründe für den Umstieg.

Als Kur- und Bäderstadt fühle man sich dem Thema Elektromobilität besonders verpflichtet, hat Alexander Guhl in der Vergangenheit schon oft erklärt. Je mehr Elektrofahrzeuge in Bad Säckingen unterwegs seien, desto mehr Werbung machten sie für das Thema. Noch sei der Kreis der E-Mobilisten im Landkreis überschaubar, so Guhl. Etwa 100 Fahrzeuge seien im ganzen Kreis Waldshut mit einem E-Kennzeichen unterwegs. Es sei jedoch spürbar, dass die Zahl wachse. Ablesen ließe sich dies ganz konkret an den Ladestationen, an denen die Stromabnahme in den vergangenen Monaten spürbar gestiegen sei.

Um das Thema auch optisch noch sichtbarer zu machen, haben Stadt und Christian Klaiber ein Label mit dem Schriftzug "Bad Säckingen fährt emissionsfrei" entworfen.

Am kommenden Freitag, 15. September, beteiligt sich die Stadt außerdem am ersten internationalen E-Mobilitätstag. Auf dem Münsterplatz werden Fahrzeuge gezeigt, die in der Stadt bereits im Einsatz sind, Autohäuser aus der Region sind eingeladen, ihre Elektrofahrzeuge zu präsentieren, außerdem ist ein emissionsfreier und vermutlich sehr leiser Konvoi über den Münsterplatz geplant. An die Veranstaltung schließt sich die erste Bad Säckinger Shoppingnacht an.