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21. November 2011

Beratungsgespräche "interessant und zielsuchend"

Gut 200 Interessierte kamen am Samstag zur Bildungsmesse in den Kursaal / 20 Hochschulen und Weiterbildungsinstitute vertreten.

  1. Qualität ging vor bei den Gesprächen an der Bildungsmesse in Bad Säckingen. Foto: Sabine Vöckt

BAD SÄCKINGEN (sav). Informationen zur beruflichen Weiterbildung konnten sich alle Interessierten am Samstag bei der Bildungsmesse im Kursaal holen. Mehr als 20 Hochschulen, Beratungs- und Weiterbildungsinstitute waren an Ständen durch die jeweiligen Leiter oder Geschäftsführer vertreten, was den hohen Stellenwert der Messe erkennen lässt. Sie war die dritte Bildungsmesse des Netzwerks Fortbildung aus den Landkreisen Waldshut und Lörrach und zum ersten Mal in Bad Säckingen.

Auf der Bühne konnten die Besucher vormittags Typ- und Stilberatung bei Visagist und Businesstrainer Ayhan Hardaldali Anspruch nehmen. Nachmittags beantwortete Imagetrainerin Dörthe Fiwek Fragen rund um das Thema Business-Knigge. Abgerundet wurde das Angebot durch Fachreferate im Konferenzraum.

Kai Müller von der Wirtschaftsregion Südwest sprach über den demografischen Wandel und zeigte die Besonderheiten für den Hochrhein auf. Seiner Ansicht nach könnte die Region davon profitieren, dass die Bevölkerung in der Schweiz ebenfalls zurückgeht, so attraktive Arbeitsplätze jenseits der Grenze frei werden und der Hochrhein eine "attraktive Zuzugsregion" werden könne. Über die Möglichkeiten eines Studiums ohne Hochschulreife informierte Christine Zeller vom Institut für Bildung und Management in Zell im Wiesental. Seit 2006 ist laut Zeller im Landeshochschulgesetz verankert, dass auch Meister oder Personen mit dreijähriger Berufserfahrung nach einer Eignungsprüfung ein, ihrer Ausbildung ähnliches Fach, studieren können.

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Was ältere Arbeitgeber tun können, um durch lebenslanges Lernen attraktive Fachkräfte zu bleiben und wie Arbeitgeber von den Stärken älterer Bewerber profitieren können, zeigte Uwe Schirmer von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Lörrach auf. Die drei Initiatoren vom Netzwerk für berufliche Fortbildung Andreas Gäßler, Hans Hebeisen und Leo Weiß resümierten einhellig, dass bei den Beratungsgesprächen Qualität über Quantität gegangen sei. Gäßler, Leiter des Regionalbüros für berufliche Fortbildung, stellte fest: "Es wurden keine Massen durchgeschleust, aber die Gespräche waren sehr interessant und zielsuchend. Wir haben einiges auf den Weg gebracht und die Leute können nun von sich aus weitermachen." Laut Gäßler kamen etwa 200 Gäste aus allen Altersgruppen. Leo Weiß, Vorsitzender des Netzwerks für berufliche Weiterbildung Waldshut, fügt hinzu: "Die Leute an den Ständen waren die ganze Zeit beschäftigt, besonders die Hochschulen waren sehr gefragt. Die meisten hätten sich zwar etwas mehr Betrieb gewünscht, aber jeder geht mit einem guten Gefühl nach Hause."

Die Netzwerke für berufliche Fortbildung sind eine Weiterentwicklung der seit 1968 bestehenden Arbeitsgemeinschaften für berufliche Fortbildung. In den Netzwerken Waldshut und Lörrach haben sich 60 Weiterbildungs-Träger wie Handwerks-, Industrie und Handelskammer, Hochschulen, öffentliche berufliche Schulen, private Bildungsakademien und Volkshochschulen zusammengeschlossen. Sie ergänzen das Angebot öffentlicher Beratungsstellen wie das der Agentur für Arbeit. Die Finanzierung kommt aus dem Europäischen Sozialfonds.

Autor: sav