Für eine gute Nachbarschaft

Marion Rank

Von Marion Rank

Do, 14. Januar 2016

Bad Säckingen

Neuer Verein zur gegenseitigen Hilfe hat sich in Wallbach gegründet / Auch Nichtmitglieder können Unterstützung bekommen.

BAD SÄCKINGEN-WALLBACH. Wallbach ist noch lebenswerter geworden. Seit Dienstag ist das Dorf um einen Verein reicher, von dem nicht nur einzelne Personen, sondern alle Wallbacher profitieren können. Im Sitzungssaal des Feuerwehrhauses in Wallbach erfolgte am Dienstagabend die Gründungsversammlung des Vereins "Nachbarn für Nachbarn Bad Säckingen-Wallbach. Mit Hilfe des Vereines sollen in Wallbach lebende, hilfsbedürftige Personen in Verrichtungen des täglichen Lebens unterstützt werden.

Vorsitzender ist Ortschaftsrat und Ideengeber Klaus-Konrad Umbreit, zweiter Vorsitzender Dieter Troppmann, Kassierer Paul Merkert. Als Schriftführerin wurde Ortschaftsrätin Yvonne Kuny gewählt, als Beisitzer Waltraud Wunderle und Brigitte Jochim. Geschäftsführer der Kontaktstelle ist Fred Rünzi, Kassenprüfer die Ortschaftsräte Heike Bechler und Wolfgang Wenk.

Im Vorfeld hatte man überlegt, wie das "Zusammensein im Dorf wieder etwas mehr gestärkt werden könne", erklärte Ortsvorsteher Fred Thelen den Hintergrund des neuen Vereines. Viele neue Familien seien zwischenzeitlich hinzugezogen und daher "kennen sich viele nicht mehr", so Fred Thelen. Früher hätten zwei bis drei Generationen in einem Haus gelebt. Wie er bei seinen zahlreichen Jubilarsbesuchen feststellen musste, würden viele ältere Menschen alleine leben, da die Kinder aus beruflichen Gründen weggezogen seien. Diesen Menschen solle ermöglicht werden, "sich möglichst lange zu Hause versorgen zu können", denn die Hilfe eines Sozialdienstes werde oft nur zögerlich angenommen. Im Dorf solle es eine "Kultur des Miteinanders" geben, so Thelen. Es solle mehr aufeinander geschaut werden. Wer Hilfe in Anspruch nehmen möchte, könne – müsse aber nicht – Vereinsmitglied sein. Anders die Helfer, sie müssen aus haftpflichtrechtlichen Gründen Mitglied des gemeinnützigen Vereines sein, werden aber freigestellt vom Mitgliedsbeitrag, der pro Person und Jahr 20 Euro beträgt. Waltraud Wunderle hofft nun darauf, dass der Verein gut angenommen werde, denn "nicht immer reiche der direkte Nachbar aus."

Und Gabriele Umbreit ergänzte: "Es gehört Mut dazu, Hilfe anzunehmen." So war das allgemeine Credo an diesem Abend, dass es "wichtig sei, mehr zusammenzuwachsen, sich zu kennen und einander zu unterstützen".