Gewerkschaft Verdi äußert sich zu Sozialplan und kritisiert Spitalschließung

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 15. Dezember 2017 um 14:29 Uhr

Bad Säckingen

Nachdem der Sozialplan für das Spital Bad Säckingen, das zum Jahresende geschlossen werden soll, bekannt geworden ist, hat sich die Gewerkschaft Verdi in einer Pressemitteilung zu Wort gemeldet.

Nachdem am Donnerstag der Sozialplan für das Spital Bad Säckingen, das zum Jahresende geschlossen werden soll, bekannt geworden ist, hat sich am Freitag die Gewerkschaft Verdi in einer Pressemitteilung zu Wort gemeldet. Der Sozialplan sei "wahrlich kein Grund zum Jubeln". Es sei zwar "gut und richtig, dass betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen wurden", so die Gewerkschaft. Auch bei den im Sozialplan getroffenen Ausgleichs- und gegebenenfalls Abfindungsreglungen habe "der Betriebsrat Beachtliches für die Beschäftigten erreichen" können. Der Verzicht auf Outsourcing in gewissem Umfang sei auch positiv zu vermerken.

"Aber ein Sozialplan regelt nun mal nur einen Schaden, der entstanden ist. Der Schaden durch die Schließung des Spitals Bad Säckingen ist gewaltig und vorläufiger Tiefpunkt einer jahrelangen Diskussion um die Spitäler Hochrhein", so die Gewerkschaft. Sie erinnert an die OP-Schließung im Spital Bad Säckingen. "Seit Jahren versagen die Gesellschafterversammlung und die politischen Verantwortlichen", heißt es in der Pressemitteilung. Für "viel teures Geld" seien eine Beraterfirma nach der anderen beauftragt und vermeintliche Expertinnen und Experten von außen eingekauft worden. Deren Urteil sei "blindlings gefolgt" worden. Viele dieser Berater seien schon weitergezogen, den hohen Preis für deren "Vermächtnisse" zahlten nun die Beschäftigten, Patienten und die Bevölkerung.

"Für die Spitäler Hochrhein kommt es jetzt darauf an, dass alle zusammen für eine gute Zukunft arbeiten. Dabei ist aus Sicht von Verdi der Erhalt der öffentlich-rechtlichen Trägerschaft mit der Mitgliedschaft im kommunalen Arbeitgeberverband zentral. Für alle Berufsgruppen muss der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) in vollem Umfang auf Dauer weiter gelten", so Gewerkschaftssekretär Ingo Busch von Verdi Südbaden