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08. September 2017

Junge Klassik für den guten Zweck

Julia Pleninger und Natalia Dauer musizieren beim Benefizkonzert des Zonta Clubs im Schloss.

BAD SÄCKINGEN. Einen Abend mit Klassik zum Genießen verspricht das Benefizkonzert des Zonta Clubs Bad Säckingen am Sonntag, 10. September, im Schloss Schönau. Zum Ausklang der Sommerferien werden die Cellistin Natalia Dauer aus Bad Säckingen und die Pianistin Julia Pleninger aus Waldshut die Zuhörer mit "Träumerischen Klängen" bezaubern. Die jungen Interpretinnen treten für einen guten Zweck auf. Der Erlös kommt dem Projekt "Power Girls – Jede kann sich wehren" zugute, das Mädchen zu mehr Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl verhilft.

Zum dritten Mal veranstaltet der Zonta-Club Bad Säckingen ein solches Benefizkonzert im Schloss mit jungen Musikern. "Man kann schon von einer kleinen Tradition sprechen", sagt Katja Hagemann, die zusammen mit der Präsidentin des Zonta-Clubs, Ute Stoll, dieses Konzert organisiert. So waren in den Vorjahren schon das Duo Gregor Hänßler und Mirjam Wagner sowie die Zwillinge Hanna und Katrin Friedrich in dieser Benefiz-Reihe zu hören. "Wir haben in der Region unglaublich viele herausragende junge Talente", freuen sich Stoll und Hagemann, dass sie wieder aufstrebende Interpreten für diesen Anlass gewinnen konnten. Bei Natalia Dauer und Julia Pleninger stießen sie sofort auf offene Ohren. Die Cellistin setzt im September ihr dreijähriges Bachelor-Studium an der Musikhochschule Basel bei Professor Ivan Monighetti fort. Die 20-jährige Natalia Dauer hat sogar schon ihr eigenes Festival gegründet: Unter dem Titel "Junge Klassik" lädt sie seit drei Jahren bei den Laufenburger Kulturtagen gleichaltrige Musikerinnen und Musiker aus der Region ein.

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Preisträgerinnen der Volksbank-Hochrhein-Stiftung

Bereits zwei Mal war Julia Pleninger bei dieser "Jungen Klassik" dabei, von daher kennen sich die beiden Preisträgerinnen der Volksbank-Hochrhein-Stiftung schon sehr gut. Die 19-jährige Waldshuterin war von 2009 bis diesen Sommer Jungstudentin an der Musikhochschule Weimar, hat im Juni im Musik-Internat in Weimar ihr Abitur gemacht und beginnt im September ihr Bachelor-Studium an der Hochschule der Künste in Zürich bei Professor Hans-Jürg Strub.

Im Moment haben die Zwei noch Ferien, bevor das Studium sie wieder voll in Anspruch nimmt. Insofern passte es zeitlich gut mit dem Benefizkonzert, auf das sich beide sehr freuen. "Wir verstehen uns sehr gut, sowohl menschlich als auch musikalisch, und das merkt man am Zusammenspiel, wenn die Chemie stimmt", erzählt Natalia Dauer. Ihre Klavier-Partnerin bestätigt das: "Wir passen sehr gut zusammen, das ist auch für das Publikum deutlich spürbar". Für den Kammermusik-Abend im Schloss hat das Duo ein besonderes Programm zusammengestellt.

"Es sind schöne, emotionale, träumerische Stücke, die das Publikum gerne hört und richtig genießen kann", verrät Natalia Dauer, die mit ihrem Cellospiel "die Herzen der Zuhörer berühren" möchte. "Es macht uns großen Spaß, diese Stücke zu spielen." Auf dem Programm stehen die Cellosonate g-Moll von Sergej Rachmaninow, die Elégie op. 24 von Gabriel Fauré, das Allegro appassionato op. 43 von Camille Saint-Saens, der "Liebestraum" von Franz Liszt und die Variationen über ein slowakisches Thema von Bohuslav Martinú: Stücke voller Gefühl, Leidenschaftlichkeit und Temperament. Präsidentin Ute Stoll und Vorgängerin und Mit-Organisatorin Katja Hagemann sind glücklich, dass die beiden Musikerinnen mit ihrem Auftritt das Projekt des Zonta-Clubs "Power Girls" unterstützen.

Bei diesen Kursen in Zusammenarbeit mit Schulen von Bad Säckingen bis Waldshut lernen Mädchen im Alter von 13 bis 15 Jahren, sich bei möglichen Übergriffen und Anmachen zu wehren und ihre Selbstbehauptung und ihr Selbstwertgefühl zu stärken. Wie Ute Stoll erklärt, hat es auch schon einen entsprechenden Kurs für Mädchen und Frauen im Rollstuhl gegeben. Beim Benefizkonzert wird über das Projekt informiert. Außerdem gibt es einen Apéro im stilvollen Schloss-Ambiente.

Benefizkonzert am Sonntag, 10. September, 18 Uhr, Schloss Schönau in Bad Säckingen. Karten im Vorverkauf bei der Badischen Zeitung, im Gloria-Theater und im TUI Reise Center Schröger Reisen.

Autor: Roswitha Frey