Leserbriefe

Stephan Denk, Bad Säckingen

Von Stephan Denk & Bad Säckingen

Fr, 08. Dezember 2017

Bad Säckingen

SPITAL BAD SÄCKINGEN
An Primitivität nicht zu überbieten
Zu unserer Berichterstattung zur Schließung des Spitals Bad Säckingen am Jahresende und dem von Geschäftsführer Hans-Peter Schlaudt vorgestellten Ablaufplan bis dahin ("Am 29. Dezember gehen die Lichter aus; BZ vom 7. Dezember):
Die Presse teilt uns Herrn Schlaudts Programm zur Schließung des Krankenhauses Bad Säckingen unter anderem wie folgt mit: "... mit Brandschutzbedenken begründet Schlaudt, dass er die gelben Namenstafeln, die Pro Spital als Anerkennung für die Mitarbeiter am Spital angebracht hatte, entfernen ließ".

Seit 2001 ist laut Experten "Gefahr in Verzug", weil der notwendige Bandschutz im Spital nicht gegeben sei, ohne dass irgendetwas zur Behebung geschehen wäre, Millionen zugesagter Zuschüsse sind für die Zwecke in unbekannte Kanäle geflossen und ausgerechnet jetzt, wo man den von der Schließung betroffenen Menschen Ehre zuteil lassen will, begründet man die Entfernung dieser Ehrung mit "Brandschutzproblemen".

Es gibt offensichtlich nichts, was einem mit der Schließung des Spitals an Blödsinnigkeit erspart bleibt und der Protagonist dieser Aktion soll in Zukunft ein Konzept auf die Beine stellen, das funktionieren soll (?).

Man kann nur händeringend darum beten, dass derartige Herren wir Herr Schlaudt und Co. wenigstens nichts mehr mit dem geplanten Campus in Bad Säckingen zu tun haben werden, wenn es denn überhaupt so weit kommen sollte. Im Übrigen gibt es erheblich kürzere und volkstümlichere Ausdrucksweisen für derartige "Verantwortungsträger". PS: Ein besonderer Weihnachtswunsch von uns im Westkreis kann nur sein, dass wenigstens die Wohnung des Herrn Albers in seinem Heimatort bald fertig ist.

Stephan Denk, Bad Säckingen

Nachts überkommt mich die Angst
Wenn ich nachts wach liege, überkommt mich die Angst, wo ich liegen werde, wenn ich schwer krank werde, wenn ich stürzen, mich verletzen oder wenn ich im Sterben läge. (Nicht gern im überfüllten Waldshuter Spital). Meine Mutter ist in unserem Spital wohlversorgt gestorben. Aber ich werde weit weg von Säckingen liegen. Kaum jemand wird mich besuchen. Ich werde ganz alleine sein. Da fühle ich mich so ausgesetzt, so allein gelassen von der Politik. Auch ich dachte immer, eine Demokratie wäre für die Menschen da. Aber nein, es zählt nur die Gewinnoptimierung.

Das ist sehr traurig und gefährlich. Und dann träume ich, dass ein unerschrockener Politiker die Bürger aus Bad Säckingen und dem Kreis und dem Wald befragt, ob sie ihr Spital nicht dringend behalten wollen. Ute S. Richter, Bad Säckingen