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26. Juli 2016

Mit Kraft und Präzision

Bei der süddeutschen Doppelaxtmeisterschaft in Rippolingen siegten vor allem die Schweden.

  1. Drei Frauen, drei Männer, drei Teams: die Sieger der süddeutschen Doppelaxtmeisterschaft in Rippolingen freuten sich über die Ehrungen. Foto: Jörn Kerckhoff

BAD SÄCKINGEN-RIPPOLINGEN. Der Sonntag war in Rippolingen der Tag der Schweden. Bei der offenen süddeutschen Meisterschaft im Doppelaxtwerfen räumten sie zwei von drei Titeln ab und machten sich vollgepackt mit Preisen auf den Heimweg. Bei den Männern wurde Daniel Hedberg Zweiter, seine Mutter Anki gewann die Frauenkonkurrenz. Zudem gewann das Team Schweden die Mannschaftswertung.

"Das ist mir zu aufregend, ich geh ein Bier trinken", war von einem Zuschauer des Finales der Doppelaxtwerfer zu hören. Egal, welche Sportart, mit Leidenschaft betrachtet, ist ein Finale eine nervenaufreibende Angelegenheit. Besonders bei den Männern wurde es zu so einer. Die besten 24 aus dem 69 Mann starken Starterfeld hatten sich für das Finale am Sonntag qualifiziert. In der K.o.-Runde ging es weiter. Die besten sechs standen dann in der entscheidenden Runde. Dort ging es eng zur Sache. Maximal fünf Punkte können mit einem Wurf erzielt werden. Anfänger freuen sich schon, wenn ihre Axt die dicke Holzscheibe trifft. Im Finale in Rippolingen hingegen waren drei Punkte schon ein Fehlwurf. Wer bei den sechs Würfen nicht mindestens zwei-, dreimal die fünf traf, hatte kaum eine Chance, auf das Podest zu kommen.

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Pierre Kaminski startete mit zwei Fünfern im Finale. Dann machten die Nerven wohl nicht mehr mit. Am Ende landete er auf dem dritten Platz. Auf Platz zwei warf sich Daniel Hedberg aus Schweden, Süddeutscher Meister wurde Ralf Berger. Von den Doppelaxtfreunden Rippolingen hatten es zwar sechs unter die besten 24 Teilnehmer geschafft, unter die besten sechs schaffte es keiner. Konrad Eschbach erreichte mit Rang sieben die beste Platzierung. Das Starterfeld bei den Frauen war mit elf Teilnehmerinnen gut besetzt, wie der Vorsitzende der Doppelaxtfreunde, Horst Rösch, befand. Anki Hedberg setzte sich dort als zielsicherste Teilnehmerin durch. Heike Rösch aus Rippolingen wurde zweite vor Patrizia Betzler. In der Mannschaftswertung waren die Schweden ebenfalls nicht zu schlagen, sie gewannen vor dem Team Rippolingen I und den Asgard Throwers I.

Rösch zog eine insgesamt gute Bilanz der Veranstaltung. Am Samstag sei tagsüber noch etwas Luft nach oben gewesen, was die Besucherzahlen angeht. Am Samstagabend und am Sonntag seien aber viele Gäste zum Sportplatz gekommen und hätten auch die Bewirtung der "Ripp’linger Wildsäu" – sie veranstalteten beim Doppelaxtwerfen ihr Sommerfest – kräftig genutzt. Es sei wahrscheinlich, dass die offene süddeutschen Meisterschaft auch in zwei Jahren wieder von den Doppelaxtfreunden Rippolingen ausgerichtet werde, so Rösch.

Autor: Jörn Kerckhoff