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25. Juli 2017 16:18 Uhr

Krankenhaus-Gesellschaft soll saniert werden

Neuer Sanierungsmanager für die Spitäler

Die Spitäler Hochrhein GmbH soll saniert werden. Ein erfahrener Krankenhaus-Sanierer wird Geschäftsführerin Simone Jeitner zur Seite gestellt.

  1. Hans-Peter Schlaudt Foto: Felix Held

Die Spitäler Hochrhein GmbH soll saniert werden. Wie in einer Pressekonferenz am Dienstag bekanntgegeben wurde, wird die Gesellschafterversammlung der GmbH heute, Mittwoch, mit der Jomec GmbH einen Vertrag zur Sanierungsbegleitung abschließen. Als Sanierungsmanager der Jomec wird der Arzt und erfahrene Krankenhaus-Sanierer Hans-Peter Schlaudt eingesetzt. Zuvor hatten der Kreistag des Landkreises Waldshut und der Gemeinderat der Stadt Waldshut-Tiengen der Einsetzung des Sanierungsmanagements für die Spitäler Hochrhein GmbH zugestimmt. Schlaudt soll gemeinsam mit Geschäftsführerin Simone Jeitner die seit Jahren verfahrene finanzielle und strukturelle Situation um die Spitäler Hochrhein GmbH auflösen, heißt es in einer Pressemitteilung. Ob Schlaudt Co-Geschäftsführer wird oder den Status eines Beraters erhält, sei noch nicht geklärt, sagten der Waldshut-Tiengener OB Philipp Frank und der Waldshuter Landrat Martin Kistler bei der Pressekonferenz.

"Für mich gibt es keine Eingrenzung und keine Denkverbote. Ich will den Gremien die Möglichkeiten und die Konsequenzen vor Augen führen", betonte Schlaudt. Dies schließt ausdrücklich auch die Prüfung der Auswirkungen einer Schließung des Spitals in Bad Säckingen ein. Eine solche Schließung habe "Auswirkungen auf die Versorgung, aber vielleicht auch auf die finanzielle Situation", so Schlaudt. "Ich bin einer, der grundsätzlich immer klare Kante redet. Ich muss den Gremien die Realitäten vor Augen führen. Mein Ziel ist, dass sie wissen, über was sie entscheiden. Denn die Gremien müssen am Ende gegenüber den Bürgern Rechenschaft ablegen", kündigte der Sanierer an. Bis in acht Wochen wollen er und sein Team aus seiner Beratungsfirma den Gesellschaftern erste Handlungsvorschläge vorlegen. In dieser Zeit wolle man auch das Gespräch mit allen Akteuren suchen. "Warum sollen wir dann nicht auch mit dem Förderverein Pro Spital reden? Die sind für mich Partner wie alle anderen auch", betonte Schlaudt. Der Sanierungsprozess werde aber sicher "mindestens ein Jahr" dauern. Solange werde er mindestens zur Verfügung stehen. Er glaube aber daran, dass die Spitäler Hochrhein GmbH gerettet werden könne. Auch Geschäftsführerin Simone Jeitner, die zum 31. Dezember 2018 gekündigt hat, bleibt weiter an Bord. "Die Nachfolgesuche für Frau Jeitner spielt im Moment keine Rolle", betonte Frank.

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Autor: lix,akr