Benefizkonzert mit genialen Musikern

Bianca Flier

Von Bianca Flier

Mo, 31. Dezember 2018

Badenweiler

Konzert in der Badenweiler Pauluskirche hat unter dem Motto gestanden "Klänge & Worte zum Jahresabschluss".

BADENWEILER. Beim Konzert "Klänge & Worte zum Jahresschluss" mit dem Brass Quintet Kiew Academy und Horst K. Nonnenmacher an der Orgel war die Pauluskirche bis auf den letzten Platz besetzt. Die Veranstaltung fand zugunsten der Projekte "Ukraine-Hilfe" des Freiburger "S’ Einlädele" und der Finanzierung kirchenmusikalischer Aufgaben an der Pauluskirche statt.

Stadtmissionar Volker Höhlein, der "S’ Einlädele" ins Leben gerufen hat, betonte die Wichtigkeit der Hilfe für die Ukraine, die er seit fünfundzwanzig Jahren organisiert. Das abgelaufene Jahr sei "ein großes Jahr" gewesen, welches spürbar unter Gottes Hilfe gestanden habe. So wurde eine bereits beschlossene Mieterhöhung für "S’ Einlädele" vom Vermieter wieder rückgängig gemacht. Die Ukraine-Hilfe sei vielleicht nur "ein Tropfen auf den heißen Stein", doch in fünfundzwanzig Jahren sei so mancher Tropfen geflossen. Das kommende Jahr stehe unter der Motto des Bibelwortes "Sucht den Frieden und jagt ihm nach".

Das Brass Quintet Kiew Academy gibt seit 2001 jedes Jahr ein Konzert zugunsten der Hilfsprojekte des "S" Einlädele". Gemeinsam mit Regionalkantor Nonnenmacher an der Orgel präsentierten die fünf hochkarätigen Bläser mit zwei Trompeten, Posaune, Tuba und Horn Werke vom Barock bis zum Jazz. Zum Auftakt spielte das Quintett eine festliches "Trumpet Voluntary" von John Stanley. Begeistert lauschten die Hörer dem ersten Programmzyklus, in welchem die Musiker das besinnliche Choralpräludium "Jesus bleibet meine Freude" von Bach, Antonio Vivaldis "Concerto in D-Dur" und Händels "Wherever you walk" in facettenreichen, virtuosen Interpretationen spielten. Höhepunkt war die dramatisch inszenierte Arie der Königin der Nacht aus Mozarts "Zauberflöte" mit ihren exzellent ausgeführten Trompetenkoloraturen.

Danach bot Horst K. Nonnenmacher exzellent ausgeführte Orgelmusik. Justinus a Desponsiationes "Toccata in G", Walter B. Haynes" "Pastorale" und Percy E. Fletchers "Festival Offertorium" ließen sowohl die feinen Registerfarben als auch die ganze Klangpracht des königlichen Instrumentes aufscheinen.

Im dritten Programmteil waren Orgel und Bläser gemeinsam zu hören. Zu Beginn erklang ein Marsch aus der "Musique heroique" von Telemann, den die Bläser feierlich, doch mit gebremstem Pathos gestalteten. Das "Cantabile in B-Dur" für Orgel von Justin H. Knecht mit seinen fein vokalisierenden Klängen bot dazu einen subtilen Kontrast. Weiter ging es mit Werken von Torelli und Händel, und das Ganze gipfelte in der berühmten Eurovisions-Hymne von Charpentier, wo Orgel, Bläser und Pauke (Beata Veres-Nonnenmacher) sich zum triumphalen Klangereignis vereinten.

Der letzte Part wurde vom Brass Quintet mit dem französischen Weihnachtslied "Engel auf den Feldern singen" eingestimmt. Dann gingen die fünf Musiker über zum Jazz. Richard Roblees "Blues for Brass" und "Frosty The Snowman", Dave Brubecks Welthit "Take five" und "Caravan" von Juan Tiziol demonstrierten nicht nur die virtuose, sondern auch die humorvolle Seite der fünf genialen Musiker. Das Publikum applaudierte lange und begeistert.

Pfarrerin Telse Jungjohann-Bader bereicherte die Musik mit stimmigen Wortbeiträgen. Sie rezitierte unter anderem eine moderner Übersetzung des 96. Psalms, "Singet dem Herrn ein neues Lied" und Verse aus dem Gedichtband "Gespräche mit Gott" der ukrainischen Autorin Bohdana Matijasch. "Gott begegnen und Menschen begegnen ist nicht dasselbe", schloss die Pfarrerin, "doch das eine geht nicht ohne das andere".

Mit dem Traditional "When the Saints", dem gemeinsamen gesungenen "O du Fröhliche" und abschließenden Segensworten endete das Konzert.

Informationen über die Ukraine-Hilfe, ihre Patenschaftsprojekte und das "S’ Einlädele" finden Interessierte unter http://www.seinlaedele.de