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28. Dezember 2015

Leserbriefe

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Kopfschütteln über verpasste Chance
Leserzuschrift zum Thema ÖPNV in Badenweiler
Freudentränen in Paris – Kopfschütteln in Badenweiler! Was hat das eine mit dem anderen zu tun ? Mit dem Durchbruch beim Klimagipfel dürfte nun endlich allen bewußt sein, dass alle nur möglichen Klimaschutzmaßnahmen jetzt umzusetzen sind, und zwar von uns Allen, nicht nur von Staats- und Konzernchefs.

Eine ganz einfach umzusetzende Maßnahme wäre beispielsweise, vom Auto auf Bus und Bahn umzusteigen, denn allein der Pkw-Verkehr trägt bundesweit 30 Prozent zum Gesamt-CO2-Ausstoß bei.

Und genau hier sind nach wie vor die Gemeinden im ländlichen Raum gefordert, Fahrplanlücken zu schließen, um den ÖPNV attraktiver zu machen und somit Autofahrer, insbesondere Pendler, zum Umsteigen zu motivieren.

Die Stadt Müllheim ging hierzu beispielhaft voran und hat die Abendbusse der 111er Linie zum Fahrplanwechsel beibehalten und sogar auf Samstag und Sonntag ausgedehnt. Prima, ein großer Schritt in die richtige Richtung. Der Beschluss der Gemeinde Badenweiler vom 12. Oktober, sich hierbei nicht zu beteiligen ist jedoch enttäuschend.

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Und gerät nun zusätzlich mit dem Halt des TGV aus Paris am Bahnhof Müllheim zur fatalen Fehlentscheidung. Paris-Badenweiler?, München-Badenweiler? – kein Anschluss, Endstation Niederweiler, wie für die Pendler aus Basel und Freiburg auch.

Der Bus steht nun in den Abendstunden sinnfrei am Feuerwehrhaus in Niederweiler und wartet auf seine Weiterfahrt nach Müllheim....

Die Gemeinde Badenweiler wollte Kosten in Höhe von circa 16 000 Euro vermeiden, weil ihr die Tragweite eines Nahverkehrskonzepts nicht bewusst war. Würde man diesen Betrag nun als Werbemaßnahme für den Kurort, seine Hotels und kulturellen Schätze betrachten, kann man nur mit dem Kopf schütteln über diese verpasste Chance! Was nun?

Dagmar Goebes, Badenweiler

Autor: Dagmar Goebes, Badenweiler