Kritik auch an Syngenta

March against Monsanto: 2000 Menschen protestieren in Basel

Martina David-Wenk

Von Martina David-Wenk

So, 20. Mai 2018 um 10:56 Uhr

Basel

Familien, Rentner, Umweltaktivisten und Politiker: Sie alle forderten am Samstag eine Wende in der Agrarpolitik. Der Protest richtete sich auch gegen den Chemiekonzern Syngenta, dessen Hauptsitz in Basel ist.

Rund 2000 Menschen waren am Samstag in Basel beim weltweiten March against Monsanto mit dabei. Familien und Rentner, Vertreter von Umweltverbänden und politischen Parteien, Bauernvertreter aus der Schweiz und Vertreter der Landlosen in Brasilien forderten eine Wende in der Agrarpolitik. Der Protest richtete sich gegen den Chemiekonzern Syngenta, dessen Hauptsitz in Basel ist.

"Rund um die ganze Welt macht Syngenta Gift zu Geld", skandierten sie oder "Palmöl, Mais und Sojabohne vertriibe d’Buure, wu det wohne". Zum vierten Mal schlossen sich Basler Aktivisten dem weltweiten Protest gegen den Agrarkonzern Monsanto an. Nun hat Monsanto auch in der Schweiz Niederlassungen, doch in Basel richtete sich der Protest in erster Linie gegen die in Basel ansässige Syngenta. Die Firma Syngenta gerät immer wieder durch ihre Herbizide in die Schlagzeilen. So ist das Herbizid Paraquat zwar in der Schweiz verboten, doch in den Entwicklungsländern wird es weiterhin eingesetzt.

Auch Vertreter von Uniterre nahmen am Marsch teil, die Vertreter der Schweizer Kleinbauern, warben für das Referendum im September, das die Ernährungssouveränität der Schweiz auf den Weg bringen soll.

Der Zug vom Barfüsserplatz zum Badischen Bahnhof durfte nicht die gewohnte Route nehmen, die Polizei verbot den Marsch durch die Innenstadt und über die Mittlere Brücke.