Siegertypen in den jüngeren Klassen

Jürgen Ruoff und Helmut Junkel

Von Jürgen Ruoff & Helmut Junkel

Mi, 17. Januar 2018

Biathlon

Deutschlandpokal der Biathleten im österreichischen Hochfilzen.

BIATHLON. Läuferisch können die Nachwuchsbiathleten aus dem Schwarzwald vorne mithalten. Luft nach oben gab es beim Deutschlandpokal in Hochfilzen dafür am Schießstand.

"Die Ergebnisse waren sehr, sehr gut. Vor allem in den jüngeren Klassen haben wir um den Sieg mitgekämpft", sagt Roman Böttcher, Trainer am Stützpunkt Furtwangen/Schönwald nach dem Deutschlandpokal (DP) in Hochfilzen, Österreich, der auch für den Alpencup gewertet wurde. Die Starter aus dem Schwarzwald kehrten mit drei Siegen heim: Felix Kuschel (SC Schönwald/J 16) und sein Vereinskamerad Christian Krasman (J 17) siegten im Einzelwettkampf, Nicola Lange (SV Kirchzarten) war im Sprint der Klasse J 17 erfolgreich.

Bei der Jugend 16 dominieren die Starter aus dem Schwarzwald in der Breite. Kuschel gewann nicht nur den Einzelwettkampf, sondern belegte im Sprint auch Platz drei. "Er hat sich die guten Ergebnisse am Schießstand erkämpft. Seine Schießleistung war sehr gut, was in der J 16 noch nicht selbstverständlich ist", sagt Böttcher. Kuschel verfehlte im Einzel zwei der 20 Scheiben, im Sprint blieben zwei der zehn Scheiben stehen.

Elias Asal vom SC Wieden, als Zweiter bestplatzierter Schwarzwälder in der J-16-Wertung des Deutschlandpokals, sicherte sich im Sprint mit drei Schießfehlern den zweiten Platz. Im Einzelrennen war am Schießstand bei dem 15-Jährigen der Wurm drin: Er leistete sich zwölf Fehlschüsse und blieb mit Rang 14 deutlich unter seinen Möglichkeiten. "Ein unglaublich guter Läufer", sagt Böttcher zu dem Biathlontalent des SC Wieden.

Herausragend schnitten in der Klasse J 17 Christian Krasman und Nicola Lange ab. Beide siegten einmal und belegten im anderen Rennen Rang zwei. Emilie Behringer vom SC Todtmoos verbaute sich mit sechs Schießfehlern im Einzel eine bessere Platzierung als Rang sieben, im Sprint traf sie vier der zehn Scheiben nicht und wurde Sechste. "Sie hat am Schießstand einiges hergeschenkt, denn läuferisch kann sie in der J 17 vorne mithalten", so Böttcher.

Krasman, der nach dem DP am Notschrei mit seiner Schießleistung gehadert hatte, agierte in Hochfilzen am Schießstand wieder stabiler. Im Einzelrennen blieb er bei den ersten drei Fünferserien ohne Fehler, beim letzten Schießen verfehlte er zwei Scheiben, gewann aber dennoch mit 16,8 Sekunden Vorsprung. Im Sprint kam er nach zwei Strafrunden auf Rang zwei.

Maximilian Schneider siegt bei VR-Talentiade

Bei der Jugend II (18/19) kam Marita Wunderle vom SC Wieden im Einzelrennen (vier Schießfehler) auf den achten Platz. Selina Ostheimer (SC Schönwald) erkämpfte sich im Sprint derselben Altersklasse Rang zehn (ein Schießfehler).

Nach den Rängen sieben und acht beim DP am Notschrei demonstrierte Franziska Schöttler vom SC Todtnau bei den Rennen der Juniorinnen in Österreich ansteigende Form. Im Sprint verfehlte sie zwei Scheiben und wurde Fünfte, im Einzelrennen patzte sie viermal am Schießstand und belegte den siebten Platz. Die 12,5 Kilometer lange Weltcupstrecke lag ihr insgesamt sehr gut. Robin und Kevin Wunderle vom Skiclub Todtnau waren krankheitsbedingt nicht am Start.

Keine Nachwuchsprobleme offenbarten die baden-württembergischen Skiverbände im Loipenzentrum Schönwald-Weißenbach. Bei der VR-Talentiade (S 8 bis S 12) und dem Wettkampf der aktiven Schüler bis S 15 war der Biathlon "Super Einzel" in den jüngsten Laser- und der Mädchen-Schnupperklasse mit fast 110 Startern sehr gut besetzt.

Über sechs Kilometer im Super Einzel der S 14/15 ging der Tagessieg an Mathis Färber (SC Schönwald). Fabian Kaskel vom SC Todtnau verfehlte nach sechs Schießfehlern knapp das Podium, er wurde Vierter vor Daniel Stiefvater (SC Bad Säckingen). Bei den Mädchen gewann Charlotte Gallbronner vom DAV Ulm vor Carina Gutmann (SC Wieden) und Sophia Weiß (SC Todtnau). In der S 13 wurde Nils Gutmann vom SC Wieden Zweiter hinter Jannis Dold (SC St. Märgen).

Bei der VR-Talentiade war Maximilian Schneider vom SC Bad Säckingen bester Biathlet der S 12 vor Finn Zurnieden (SV Kirchzarten) und seinem Vereinskollegen Wyn Kirchhöfer. In der Laserklasse der S 10/11 über 1200 Meter sicherte sich Helen Issler (SC Bad Säckingen) den Sieg.