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29. Juli 2017

Bibliotheken bleiben hart

Streit mit Wissenschaftsverlag.

Der Konflikt zwischen den wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland und dem niederländischen Wissenschaftsverlag Elsevier geht weiter. Wie das in dieser Branche führende Unternehmen mitteilt, bedauere man, dass die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) als federführende Organisation den vereinbarten Workshop zum Umgang mit Zeitschriftenabonnements und der öffentlichen Zugänglichkeit der Texte (Open Access) abgesagt hat. Auch das Angebot des Verlags wurde nicht weiter diskutiert. Deshalb ruft der Verlag die Gegenseite auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Antje Kellersohn, Leiterin der Freiburger Universitätsbibliothek und für die HRK Sprecherin der Projektgruppe, die neue Verträge mit den Wissenschaftsverlagen aushandeln soll, begründet die Absage damit, dass Elsevier eine Grundsatzdebatte um Open Access führen wollte; für die HRK ist aber nicht verhandelbar, dass alle Texte deutscher Wissenschaftsautoren in Elsevier-Zeitschriften frei zugänglich sein müssen. Die im neuen Verlagsangebot vorgetragenen Preisvorstellungen, sagt Kellersohn, seien "nach wie vor absurd". Für die Zeitschriftenabonnements der drei größten Wissenschaftsverlage weltweit wenden die Hochschulbibliotheken derzeit rund 60 Prozent ihres Einkaufsetats auf; das soll sich ändern, so das Ziel der Verhandlungen, die laut Kellersohn bei den Elsevier-Konkurrenten Springer und Wiley auf gutem Wege sind.

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Autor: amp