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09. Juli 2009 00:06 Uhr

Nach Konzertabsage

Bläck Fööss in Ebringen: Staatsanwalt ermittelt

Im April hat es ein böses Erwachen für die Fans der Band Bläck Fööss gegeben. Der Veranstalter sagte das für Mai geplante Konzert in Ebringen ab. Viele Kartenkäufer warten nun auf ihr Geld. Jetzt hat der Staatsanwalt das Wort.

  1. Das vom Veranstalter abgesagte Konzert der Bläck Fööss in Merdingen beschäftigt mittlerweile die Behörden. Foto: Black Föös Promo

Den Behörden liegen nach Informationen der Badischen Zeitung mehrere Strafanzeigen gegen den Veranstalter vor. Mit dem Fall befassen sich die Polizei Achern-Oberkirch und die Staatsanwaltschaft Baden-Baden. Der Vorwurf: Der Veranstalter habe teilweise den Preis der Eintrittskarten für das abgesagte Konzert nicht erstattet. Nach Angaben aus Ermittlerkreisen schweigt der Mann zu den Vorwürfen.

Mehrere Anzeigen liegen vor

Angezeigt haben den Veranstalter unter anderem der FSV Ebringen und der Privatmann Udo Breeck aus Wittnau. Beide haben Karten im Vorverkauf angeboten. Die Tickets kosteten 29,50 Euro. 500 Stück sollen in den Wochen vor dem Auftritt der Kölner Mundart-Band an den Mann gebracht worden sein. Wie offenbar fast alle Vorverkäufer hatten sich der FSV und Breeck verpflichtet, die Einnahmen vor dem Konzert an den Veranstalter weiterzuleiten. Mit Ausnahme des Kartenservices der Badischen Zeitung – der solche Verträge nicht macht – war nach der Absage daher kein Anbieter in der Lage, Tickets zurückzunehmen und Fans auszuzahlen.

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FSV Ebringen hat das Geld wieder

Während Udo Breeck auf etwa 1000 Euro wartet, hatte der FSV mehr Glück. "Wir haben wochenlang nichts gehört. Im Juni war dann auf einmal das Geld auf unserem Konto", sagt Irene Gaa, die beim Verein für die Finanzen zuständig ist. Der FSV habe die gesamte Vorverkaufssumme zurück bekommen. Danach seien Listen ausgelegt worden, in die sich Kartenkäufer eintragen konnten. Die meisten hätten so ihr Geld bereits wieder, sagt Gaa. Unkosten seien dem FSV durch die Absage am Ende nicht entstanden, dafür aber jede Menge Arbeit. Was den Verein schmerzt: Der FSV wollte die Konzertbesucher bewirten und mit dem Erlös den Kredit für seinen 300.000 Euro teuren Kunstrasenplatz weiter tilgen. Aus dieser Idee ist nun nichts geworden.

Band will bald in die Region kommen

Die Bläck Fööss selbst verzichten auf den Rechtsweg. Manager Bruno Eichel stellt stattdessen in Aussicht, dass die Band "in ein bis zwei Jahren" in die Region komme, um das Konzert nachzuholen. Der Auftritt solle in einem kleineren Rahmen, mit seriösen Partnern und auch in Zusammenarbeit mit, von der jetzigen Absage Betroffenen organisiert werden.

Autor: Peter Disch