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13. März 2017

Nahezu jede Woche im Einsatz

Gesamtfeuerwehr Bonndorf meistert unter anderem zwei Großbrände / Daniel Stoll zum Oberbrandmeister befördert.

  1. Zahlreiche Beförderungen gab es bei der Gesamtwehr Bonndorf (von links): Gesamtkommandant Hansjörg Ketterer, Christian Stoll, Bürgermeister Michael Scharf, Daniel Spengler, Benjamin Pfaff, Philipp Heini, Daniel Stoll und Heinz Hippe. Foto: Cornelia Selz

  2. Per Handschlag in die Feuerwehr neu aufgenommen wurden Christine Brunner und Simon Werschler (rechts). Foto: Cornelia Selz

BONNDORF. Wie immer hat die Gesamtfeuerwehr von Bonndorf im vergangenen Jahr viel geleistet. 51 Einsätze, darunter zwei Großbrände, vier Mittel- und acht Kleinbrände, 31 technische Hilfeleistungen riefen die Kameraden abrupt aus ihrem Privat- und Berufsleben ins Gerätehaus, von wo aus sie dann oftmals ins Ungewisse starten, denn sie wissen ja nie, was für eine Situation sie vorfinden und wie sie sich entwickelt.

51 Einsätze, das Jahr hat bekanntlich 52 Wochen, das heißt aufgeschlüsselt: nahezu jede Woche ein Einsatz. In der Praxis folgt erfahrungsgemäß einem Alarm nach einer Zeit der Ruhe meist ein zweiter und dritter. Wie Gesamtkommandant Hansjörg Ketterer bestätigte, habe man alle Einsätze gut gemeistert. Er dankte allen aktiven Wehrleuten für ihren Einsatz und ihre Bereitschaft zu den Proben und Aus- und Weiterbildungen. Auch den Familienangehörigen gebührte sein Dank für das Verständnis für die freiwilligen Dienste der Feuerwehrangehörigen. Froh ist er, dass er für die vielen Brandwachen im Schloss, die sein Stellvertreter Daniel Stoll koordiniert, auf die Unterstützung aus der Altersmannschaft (und nicht nur dabei) zählen kann, da Termine oft während der Arbeitszeit der Aktiven sind.

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Sportliche Herausforderung spielerisch gemeistert

Eine Herausforderung war sicher die Veranstaltung "Sport – Spiel – Feuerwehr" die 2016 in Bonndorf stattfand und viel Arbeit für den Leiter der Jugendfeuerwehr Dirk Temesberger und sein Team bedeutete. Viele feuerwehrtechnische Aufgaben machten die Aufgaben interessant, und dank der Mithilfe aller Abteilungen an den Stationen und bei der Bewirtung wurde es ein Erfolg.

Guido Strittmatter aus Grafenhausen, Raumschaftsvertreter Hochschwarzwald, hatte sodann die ehrenvolle Aufgabe in Vertretung des stellvertretenden Kreisbrandmeisters Clemens Huber aus St. Blasien einige Feuerwehrkameraden für ihre langjährige Treue auszuzeichnen. Das Feuerwehrehrenzeichen in Silber erhielt der stellvertretende Gesamtkommandant Daniel Stoll für 25 Jahre. Für 40 Jahre Treue zur Feuerwehr überreichte Strittmatter das Goldenen Feuerwehrehrenzeichen an Martin Stoll aus Gündelwangen, Gerhard Isele aus Wittlekofen sowie Bernhard Wiggert aus Bonndorf. Bernhard Langenbacher aus Boll und Walter Kech konnten nicht anwesend sein. Eine ganz besondere Ehrung erfuhr Roland Morath für 50 Jahre – hier kann man wirklich sagen: ein Leben für die Feuerwehr. Seit 60 Jahren bei der Feuerwehr ist Bernhard Peter, seit sogar 70 Jahren Herbert Ketterer und Erich Robold. Ihnen wird die Urkunde zu Hause überreicht.

Über ihre Aktivitäten, Einsätze und Mannschaftsstärken berichteten die Abteilungskommandanten: aus Boll Christian Utz, aus Brunnadern Ralf Rebmann in Vertretung des erkrankten Markus Mutter, aus Dillendorf Daniel Blattert, aus Gündelwangen Andreas Stoll sowie aus Wellendingen Ralf Selb. Aus Wittlekofen kündigte Adrian Morath eine von seinem Vorgänger Martin Kromer erstellte Bildpräsentation an, die, wie die von Ebnet und von Bonndorf, in bewährter Weise von Schriftführer Olaf Thor erstellt worden war und Beifall erfuhr. Dirk Temesberger berichtete über seine Arbeit mit den 25 Mitgliedern der Jugendfeuerwehr.

Bürgermeister Michael Scharf dankte für die eindrücklichen Berichte, für die gefahrenen Einsätze, die Bereitschaft zur Ausbildung. Seinen persönlichen Dank sprach er für den beeindruckenden Aufmarsch nach seiner Wiederwahl aus. Gemeinsam starteten er und Gesamtkommandant Hansjörg Ketterer 2016 in neue Amtsperioden. Die letzten Monate waren geprägt von Kleideranproben, wobei er stolz sei, auch die Kameraden der Altersmannschaften neu einkleiden zu können. "Wir brauchen auch die älteren Kameraden immer noch." 100 000 Euro werden dafür in die Hand genommen. Sein Dank ging auch an diejenigen, die sich im Auswahlgremium für das neue Feuerwehrfahrzeug für Wellendingen viele Stunden Zeit nahmen. Spannend würde es in der Abteilung Wittlekofen, die Interesse an dem alten Feuerwehrfahrzeug von Wellendingen angemeldet hat und bereit ist, wie Wellendingen und Gündelwangen mehr Proben in Kauf zu nehmen und zu Einsätzen hinzugerufen zu werden. Auf Scharfs Antrag hin wurde der Gesamtausschuss einstimmig bestätigt. Per Handschlag wurden Christine Brunner, sie ist seit einiger Zeit für die Homepage der Feuerwehr Bonndorf zuständig, und Simon Werschler von Hansjörg Ketterer in die Feuerwehr Bonndorf aufgenommen. Martin Selz berichtete, das 2016 insgesamt 59 Lehrgänge auf Kreisebene besucht wurden und acht in der Feuerwehrschule in Bruchsal. Dadurch gibt es jetzt einen guten Stamm an Kreisausbildern in Bonndorf. Auch 2017 sind schon wieder viele Lehrgänge geplant.

Guido Strittmatter lud zu einer Raumschaftübung nach Grafenhausen am Samstag, 22. April, ein. "Wir haben uns etwas Besonderes einfallen lassen."

Jochen Schäuble überbringt den Dank der Polizei

Unter dem Tagesordnungspunkt Grußwort der Gäste, bedankte sich Polizeichef Jochen Schäuble, auch im Namen seiner Kollegen, für die gute Zusammenarbeit und lobte das hohe Engagement der Feuerwehrkameraden. "Damit die Einsätze so gut klappen, ist Eure Bereitschaft zu den Proben und das Kennenlernen der Gerätschaften Grundvoraussetzung." Der Bereitschaftsführer des DRK-Ortsvereins Bonndorf Axel Zorn betonte die Notwendigkeit des Zusammenarbeitens und den wichtigen Austausch. Alexander Müller, Abteilungskommandant von Münchingen, überbrachte die Grüße der Feuerwehr Wutach und bedankte sich für die Unterstützung bei der Gerätehauseinweihung in Münchingen.

Und, wie es sich schließlich gehört, wurde nach dem Schlusswort des Kommandanten Hansjörg Ketterer noch das Feuerwehrlied gesungen, angestimmt vom Chef der Altersmannschaft Karl-Heinz Sowa.

INFO: Ehrungen

Eine besondere Beförderung wurde dem stellvertretenden Gesamtkommandanten der Bonndorfer Feuerwehr Daniel Stoll zuteil: Er wurde von Bürgermeister Michael Scharf und Gesamtkommandant Hansjörg Ketterer zum Oberbrandmeister ernannt. Heinz Hippe aus Ebnet wurde zum Hauptlöschmeister und Benjamin Pfaff aus Bonndorf zum Oberlöschmeister befördert. Philipp Heini aus Bonndorf, Daniel Spengler, er ist in Gündelwangen, Ebnet und Bonndorf aktiv, und Christian Stoll aus Gündelwangen dürfen sich ab jetzt Löschmeister nennen.  

Autor: nel

Autor: Cornelia Selz