Kunsthalme sprießen in Bräunlingen

skk

Von skk

Fr, 07. September 2018

Bräunlingen

Das Großprojekt des FC Bräunlingen liegt im Zeitplan / Eine Fachfirma ist aktuell mit Kunstrasen beschäftigt.

BRÄUNLINGEN (guy). Das große Kunstrasenprojekt des FC Bräunlingen interessiert. Sogar so sehr, dass das Gelände jetzt eingezäunt werden musste, damit die Arbeiten ungestört voranschreiten können. "Wir haben hier ziemlich viel Publikumsverkehr und der ein- oder andere Humusdieb war auch schon unterwegs", sagt Patrick Gemeinder. Der Vorsitzende der Bräunlinger Fußballer hat die Stadträte dazu eingeladen, sich vor Ort ein Bild vom Fortschritt der Arbeiten zu machen. Er sei zufrieden mit dem bisherigen Verlauf. Zeitmäßig sei man besser unterwegs als geplant, bei den Kosten sei einiges dazugekommen, dennoch stehe unter dem Strich die schwarze Null. Rund eine halbe Million sollen das gesamte Projekt in etwa kosten.

Dabei sei es nicht nur der Kunstrasenplatz, um den es hier gehe: "Das Projekt umfasst mehrere Phasen, einen Teil davon haben wir schon fertig", so Gemeinder. Bereits im vergangenen Herbst sei das neue Flutlicht mit LED-Technik installiert worden. Dabei haben die Mitglieder vieles an Eigenleistung eingebracht: "Wir konnten dadurch sicher rund 30 000 Euro einsparen", so der Vorsitzende. Ebenfalls neu dazugekommen ist eine Hütte neben dem Clubhaus, in der jetzt die Bewirtung stattfinden kann. Sie steht auf einem gepflasterten Platz, bekommt jetzt noch einen Kühlschrank und Waschbecken: "Bisher fand die Bewirtung immer direkt vor dem Clubhaus statt. Jetzt können wir das hier machen", sagt Gemeinder. Auch hier haben sich viele eingebracht.

Eigentlich habe man vorgehabt, mit dem Kunstrasenplatz etwa zehn Meter weiter in Richtung der Firma Dynacast zu rücken, der hohe Grundwasserspiegel hat diesem Vorhaben allerdings einen Strich durch die Rechnung gemacht. "Daher müssen wir die vorhandene Drainage verwenden", sagt Gemeinder. Für die zahlreichen Jugendspieler soll eine Lücke im Wall auf der Anlage geschaffen werden, sodass sie nicht gezwungen seien, über die doch regelmäßig befahrene Straße vor dem Stadion zu gehen.

Der hintere Teil des Stadions leuchtet bereits in prächtigem Grün. In nicht ganz drei Wochen habe die zuständige Firma die Tiefbauarbeiten erledigt, jetzt kümmere sich eine Spezialfirma um den Kunstrasen. Im Oktober werde schlißelich noch der Umrandungsweg gepflastert und es komme ein Zaun außen um die Anlage. Das übernehme der Verein dann wieder in Eigenleistung.
Für den Nachwuchs entstehe zudem ein Kleinspielfeld, der mit altersgerechten Materialien, etwa der Größe angepassten Toren ausgestattet werde. Die zuständige Firma kümmere sich noch etwa fünf bis sechs Mal um die notwendige Platzpflege, dann werde er an den Verein übergeben. "Dieses Jahr wollen wir noch nicht drauf. Er soll erstmal ausgesät und gepflegt werden", erklärt der FC-Chef.

Der Paule-Wäldle-Platz werde übrigens auch weiterhin gebraucht: "Im November sind viele Mannschaften hier, zudem soll bei Minusgraden nicht auf dem Kunstrasen gespielt werden, empfiehlt jedenfalls der Hersteller."