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29. März 2014

Rheingeflüster

Die Rettung des Breisacher Kinos sollte zu schaffen sein

Kinobetreiber sind in der Regel mit Leib und Seele bei der Sache, denn viel Geld verdienen lässt sich in dieser Branche nicht. Selbstausbeutung gehört insbesondere für die Kleinen zum Berufsbild. Aber sogar einigen Großen ist mancherorts schon die Luft ausgegangen.

In den vergangenen Jahren grassierte in vielen Gemeinden, vor allem auf dem Land, das Kinosterben. Mit der Einführung der digitalen Vorführtechnik ist jetzt noch eine beträchtliche finanzielle Hürde dazugekommen. Fredo Mattheis, Besitzer der Breisacher Engel-Lichtspiele, und seine Frau haben lange durchgehalten, denn Filme waren und sind ihre Leidenschaft. Daher haben die beiden auch dafür gesorgt, dass nicht nur in der heimlichen Kinohauptstadt Freiburg, sondern auch in dem Städtchen am Rhein besondere Filme laufen konnten. Das Breisacher Kino genießt zu Recht einen guten Ruf.

Kein Wunder, dass das Entsetzen groß war, als Mattheis Anfang des Jahres verkündete, dass er die Engel-Lichtspiele zum Sommer schließen will. Der anfängliche Schreck hatte jedoch auch sein Gutes. Einige Kinofans haben jetzt den Verein Kommunales Kino Breisach gegründet und wollen das Lichtspielhaus in Selbstverwaltung weiter betreiben.

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Die Aussichten, dass dieser Traum Realität wird, sind gut. Fredo Mattheis liegt es am Herzen, dass sein Kino erhalten bleibt, und auch die Stadt will die Rettungsaktion unterstützen. Der neue Verein braucht natürlich noch mehr Mitglieder. Aber vor allem braucht es jetzt noch einige filmverliebte Sponsoren und ganz besonders viele treue Zuschauer, die dafür sorgen, dass dem Breisacher Kino noch viele gute Jahre bevorstehen. Das sollte doch zu schaffen sein!

Autor: Agnes Pohrt