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16. Mai 2017

Eine heimtückische Krankheit

Deutscher Pulmonale Hypertonie-Verein traf sich in Breisach zum Austausch mit französischem Partnerverband.

  1. Hans-Dieter Kulla, Vorsitzender des Vereins Pulmonale Hypertonie und seine franzöische Kollegin Rosé Laure informierten auf dem Marktplatz in Breisach über die gefährliche Krankheit. Foto: Hans-Jochen Voigt

BREISACH. Am Autoschau-Wochenende traf sich der deutsche Verein "Pulmonale Hypertonie" (PH) mit dem befreundeten französischen PH-Verband zum Austausch. Nach einer kulinarischen Schifffahrt auf dem Rhein gab es gemeinsame Gespräche und Aktionen am Stand von Auto-Tibi auf dem Ausstellungsgelände.

Hans-Dieter Kulla und Anne-Christin Kopp vom deutschen PH-Verein sowie Rosé Laure aus Frankreich informierten über die Krankheit. Sie betonten dabei, dass die Erkrankung ohne Behandlung innerhalb weniger Jahre zum Tode führt. Eine Heilung sei nicht möglich, jedoch könnten inzwischen etwa zehn verschiedene Medikamente zur Lebensverlängerung und einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität eingesetzt werden.

Pulmonale Hypertonie ist ein Lungenhochdruck, der im kleinen Blutkreislauf der Lunge entsteht. Im menschlichen Körper fließt sauerstoffreiches Blut von der linken Herzkammer durch den Körper. Es versorgt Organe und Muskeln mit Sauerstoff und fließt über Venen zur rechten Herzkammer, von der es dann durch die Lungengefäße, in denen es wieder Sauerstoff aufnimmt, zurück zur linken Herzkammer gepumpt wird.

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Bei der pulmonalen Hypertonie verengen sich die Blutgefäße zunehmend. Durch den dadurch entstehenden Widerstand kommt es zu einem Bluthochdruck zwischen Herz und Lunge und führt damit zu einer Sauerstoffunterversorgung der Organe und Muskeln. Das rechte Herz passt sich zunächst dem Druckanstieg an, der Herzmuskel verdichtet sich und das rechte Herz vergrößert sich. Unbehandelt dauert der Krankheitsverlauf drei bis fünf Jahre und endet mit Herzversagen. Es gibt verschiedene Krankheitsbilder, die bisher nur zum Teil erforscht wurden. Teilweise besteht ein genetischer Hintergrund.

An Lungenhochdruck kann jeder erkranken, meistens wird die Krankheit zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr diagnostiziert, Frauen sind doppelt so oft betroffen wie Männer. Symptome der Pulmonalen Hypertonie wie Atemnot, Erschöpfung oder geringe körperliche Belastbarkeit werden von den Betroffenen oder auch von den Ärzten bisweilen verharmlost oder falsch gedeutet. Die deutschen und französischen Organisationen unterstützen die Forschung mit Spenden.

Kontakt: http://www.phev.de und http://www.rene-baumgart-stiftung.de

Autor: Hans-Jochen Voigt