Preis für experimentierfreudige Schule

Hans-Jochen Voigt

Von Hans-Jochen Voigt

Fr, 13. Oktober 2017

Breisach

Der Fonds der Chemischen Industrie fördert den naturwissenschaftlichen Unterricht an der Breisacher Hugo-Höfler-Realschule.

BREISACH. Der Fonds der Chemischen Industrie (FCI) unterstützt die Breisacher Hugo-Höfler-Realschule auch in diesem Jahr mit insgesamt 1000 Euro. Mit dieser sogenannten "Höherförderung" werden besonders engagierte Schulen ausgezeichnet. Tobias Pacher, der als Referent für Bildungspolitik bei den Chemieverbänden Baden-Württemberg den Dialog Schule-Chemie leitet, übergab den Preis an die Fachleiterin Cosima Breitkopf und die Konrektorin Manuela Schmitt.

Der FCI wolle mit dem Fördergeld mehr Experimente im naturwissenschaftlichen Unterricht ermöglichen, da das praktische Arbeiten das Verstehen fördere und Schülerinnen und Schüler motiviere. In den vergangenen Jahren habe der FCI insgesamt 4000 Euro in die Breisacher Realschule investiert, erläuterte Pacher.

Manuela Schmitt begrüßte die Gäste zu einer kleinen Experimentierstunde im Chemiesaal der Schule. Als Vertreter der Stadt Breisach lobte Pius Mangold die gute räumliche Ausstattung für den Chemieunterricht, sie ermögliche gute Arbeit. Dazu gehörten aber auch Fachlehrer, die die Schüler begeistern und motivieren. Mangold dankte dem Chemieverband für die Förderung.

Mit dem Preis würden besonders begabte Schüler gefördert, freute sich Cosima Breitkopf. Unter ihrer Leitung erläuterte Julian Kegel seine Forschung an Totenkopfschaben. Er beschrieb in einem kurzen Referat die Insekten in Größe und Farbe, ihren Lebensraum, ihre Entwicklung und ihre Alterserwartung. Ebenfalls unter der Leitung von Cosima Breitkopf untersuchten dann Marius Hanser und Mara Ehret Gummibärchen, die zehn Tage unterschiedlichen chemischen Einflüssen ausgesetzt waren, zum Beispiel Cola und Fanta, Reinigungsmittel oder Speiseöl. Auch sie stellten ihre Ergebnisse professionell vor.

Rhona Gainey, Lara Höfflin und Emma Gehring haben an einem bilingualen Projekt von Lehrerin Sarina Paatz teilgenommen. In ihrem zweisprachigen Froschprojekt "Save the frogs" stellten sie die Metamorphose des Frosches, sein Skelett und vieles mehr in Schaubildern und am Laptop dar.

Vom Preisgeld des vergangenen Jahres konnte die Schule ein neues Experimentiergerät anschaffen. Lehrer Martin Kantor und die Schüler Aaron Köbelin und Jonas Hilbert stellten den Hofmannschen-Wasser-Zersetzungsapparat in einem kleinen Experiment vor.

Seit 1950 unterstützt der Fonds der Chemischen Industrie die Grundlagenforschung, Nachwuchswissenschaftler sowie den Chemieunterricht an Schulen. Seit 2001 sind mehr als 23 Millionen Euro zur Förderung des Unterrichts geflossen. Davon wurden rund 10,7 Millionen Euro an über 3400 Schulen in Deutschland für Geräte und Chemikalien eingesetzt. Der Fonds investiert auch in Unterrichtsmaterialien.