Besseres Trinkwasser für Breisach

RHEINGEFLÜSTER: Schlechte Nachrichten

Gerold Zink

Von Gerold Zink

Sa, 05. März 2016

Breisach

Jahrelang haben viele Breisacher Bürgerinnen und Bürger zu Recht moniert, dass in ihrem Trinkwasser zu viel Salz enthalten ist – auch wenn die Breisacher Stadtverwaltung nichts dafür kann und die Verursacher hauptsächlich die elsässischen Kaliminen sind. Die gemessenen Werte von 120 bis 150 Milligramm Salz je Liter lagen und liegen wohl unter dem gesetzlichen Grenzwert von 250 Milligramm pro Liter. Dennoch muss sich etwas ändern, greift das salzhaltige Wasser doch die Leitungen an und sorgt so seit vielen Jahren für teure Reparaturen – auch in privaten Haushalten und in Betrieben. Außerdem ist das Trinkwasser für Babys nicht geeignet. 2013 hat der Breisacher Gemeinderat nach vielen Diskussionen beschlossen, das kostbare Nass künftig hauptsächlich vom Wasserwerk in Hausen zu beziehen. Dort weist das Wasser deutlich bessere Werte auf. Es wurde glaubhaft in Aussicht gestellt, dass 2016, also in diesem Jahr, Schluss ist mit dem hohen Salzgehalt im Breisacher Trinkwasser. Deshalb ist es jetzt eine herbe Enttäuschung, dass die Bürger noch einmal zwei Jahre länger, also bis 2018, warten müssen. Dass für die deutliche Verzögerung nur geänderte Förderprogramme verantwortlich sein sollen, ist schwer zu glauben. Noch einmal sollte sich die Badenova, deren Tochter BnNetze für den Bau der neuen Leitungen zwischen Freiburg-Opfingen und Breisach sowie den Anschlüssen nach Merdingen und Ihringen verantwortlich ist, bei ihrer zeitlichen Prognose nicht verschätzen. Für das Image der Firma ist die jetzt bekannt gewordene Verzögerung von zwei Jahren ohnehin nicht gut.