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25. November 2008

Landschaftsbilder voller Lebendigkeit

Ulrich Duttke aus Breitnau zeigt in Neustadt seine Werke / Auch ein Picasso erstrahlt durch seine Kunstfertigkeit wieder

  1. Ulrich Duttke konzentriert bei der Arbeit Foto: eva weise

BREITNAU. . Rund 40 Werke des Breitnauer Malers Ulrich Duttke sind in der Volksbank Neustadt zu sehen. Die Ausstellung unter dem Titel "Daheim im Schwarzwald – Unterwegs auf Reisen" wird am Mittwoch, 26. November um 19 Uhr offiziell eröffnet und endet am 15. Januar.

Voller Lebendigkeit sind seine Landschaften in Pastellkreide. Neben Sinnbildern der Zeit und des Lebens stehen bei diesem Maler vor allem unmittelbare Natureindrücke von Landschaften, heimat- lichen Orten und Stilleben im Vordergrund. Er lässt vor allem herbstliche und winterliche Farben sprechen, setzt Akzente, zeigt viele Details, die er in ein dichtes Strukturgeflecht einbindet. Alles wirkt organisch gewachsen. Insofern ist er mehr als ein Impressionist des schönen Augenblicks, weil er das Innere im Äußeren offenbart.

Zu sehen sind auch eine Reihe von Rügen-Impressionen. Des weiteren trifft der Besucher auf "Fleury" eine französische Stadtlandschaft und ein Bild "russische Kirche" in Litauen. Und natürlich fehlen Ansichten aus der Region nicht. Dazu gehören die Bilder "Blick zum Kandel", ebenso wie "Schwarzwald Landschaft", "Omenkapelle St. Märgen", sowie "Tännlehof-Spirzen". Weiterhin findet der Besucher Porträts, wie das eines Taubstummen vor einer litauischen Kirche.

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Die gezeigten Arbeiten entstanden seit den 90er Jahren und zeichnen den künstlerischen Werdegang von Ulrich Duttke nach. Als Ausgangspunkt der Ausstellung dienen frühe Kohlezeichnungen und Litographien des jungen Künstlers, gefolgt von Arbeiten in Pastellkreide und Öl.

Vorgestellt wird mit Holzskulputen eine von ihm neu entdeckte Technik, die sich im Rahmen eines künstlerischen Forschens als Rückschau und als Ausblick versteht. Aber nicht nur ein für die Region typisches Handwerk entdeckte Ulrich Duttke im Hochschwarzwald, sondern er fand hier auch eine zweite Heimat. Nach dem Mauerfall kam der gebürtige Sachse in den Westen, seit 2002 lebt und arbeitet er in einem Atelier auf dem Fahrenberg. Ulrich Duttke blickt aus dem Fenster – ein herrlicher Fernblick. "Hier fühle ich mich daheim", sagt der 52-Jährige, dessen Leben sich nur um Kunst dreht.

Der Sohn einer Textilkünstlerin wollte immer sein Geld mit Kunst verdienen. An der Hochschule für Bildende Künste in Dresden studierte er Gemälderestauration. Eine Wahl, die er bald bereute, weil ihm das Fach keinen Raum bot, eigene Ideen kreativ umzusetzen. Deshalb wollte er in die Malerei wechseln, was von staatlicher Seite aus Kostengründen aber abgelehnt wurde. Duttke war enttäuscht. Da half nur noch eines: "Augen zu und durch", denn schließlich wollte er einen Abschluss in der Tasche haben. Heute ist er froh darüber, denn als Restaurator hat er einen Brotberuf, der ihm neben der Malerei ein Einkommen garantiert.

Nach dem Studium vertiefte der frischgebackene Berufsanfänger sein Wissen durch langjährige Praxis als freiberuflicher Restaurator in Dresden und an der Ostsee. Kleine Pfarrgemeinden entlang der Küste beauftragten ihn, Kirchenaltäre, Malerein und Statuen wieder in Schuss zu bringen. Seit jener Zeit verhilft der Künstler auch alten Gemälden wieder zu neuem Glanz. Die meisten von ihnen stammen aus privaten Sammlungen, oder werden, nachdem sie Jahrzehnte lang auf Speichern verstaubten, von den Erben wieder ans Licht befördert. Einiges Wertvolles wurde erst durch seine Hand wieder schön.

Sogar "ein Picasso" wurde ihm anvertraut, den er mit großer Ehrfurcht restaurierte und konservierte. Rund fünf Gemälde restauriert Duttke im Jahr, aber davon allein kann er nicht leben. Zwei Jahre war er bei einer Firma in Friedrichshafen beschäftigt und setzte als rasender Baurestaurierer historische Gebäude, Kapellen und Kirchen in ganz Baden-Württemberg wieder instand. Heute ist er als freier Restaurator unterwegs, auf seinen Reisen hat er Papier und Stifte immer mit dabei. Denn seine Bilder entstehen oft spontan, aus dem Augenblick und manchmal recht abenteuerlich.

"Blick ins Ibental" ist an einem Januarabend auf der Heimfahrt entstanden. Nach kräftigen Schneeschauern brach plötzlich von Westen her die Sonne durch. "Gigantisch", erzählt Ulrich Duttke, der sofort anhielt, um das Naturschauspiel im schwachen Licht der geöffneten Heckklappe festzuhalten. Wie alle seine Arbeiten in Pastellkreide hat es den für ihn typischen Strich.

Duttke hat während seines Studiums viele Seminare in Malerei besucht. Von seinen Lehrern hat er vielfältige Anregungen angenommen und verarbeitet. Trotzdem hat er seinen eigenen Stil entwickelt, den er sich bewahrt hat und der auch in den unterschiedlichsten Techniken erhalten bleibt. Mit einer Ausstellung in der Volksbank stellt sich der Künstler erstmals in der Region vor.

Breitnau (wei). Rund 40 Werke des Breitnauer Malers Ulrich Duttke sind in der Volksbank Neustadt zu sehen. Die Ausstellung unter dem Titel "Daheim im Schwarzwald- Unterwegs auf Reisen" wird am Mittwoch, 26. November um 19 Uhr offiziell eröffnet und dau- ert bis zum 15. Januar. Voller Lebendigkeit sind seine Landschaften in Pastellkreide. Neben Sinnbildern der Zeit und des Lebens stehen bei diesem Maler vor allem unmittelbare Natureindrücke von Landschaften, heimat- lichen Orten und Stilleben im Vordergrund. Er lässt vor allem herbstliche und winterliche Farben sprechen, setzt Akzente, zeigt viele Details, die er in ein dichtes Strukturgeflecht einbindet. Alles wirkt organisch gewachsen. Insofern ist er mehr als ein Impressionist des schönen Augenblicks, weil er das innere im äußeren offenbart. Zu sehen sind eine Reihe von Rügen-Impressionen. Des weiteren trifft der Besucher auf "Fleury" eine französische Stadtlandschaft und ein Bild "russische Kirche" in Litauen. Und natürlich fehlen Ansich- ten aus der Region nicht. Dazu gehören Bilder "Blick zum Kandel" , ebenso wie "Schwarzwald Landschaft", "Omenkapelle St. Mär- gen", sowie "Tännlehof- Spirzen". Weiterhin findet der Besucher Porträts, wie das eines Taubstummen vor einer litauischen Kirche. Die gezeigten Arbeiten entstanden in den 90er Jahren bis heute und zeichnen den künstlerischen Werdegang von Ulrich Duttke nach. Als Ausgangspunkt der Ausstellung dienen frühe Kohlezeichnungen und Litographien des jungen Künstlers, gefolgt von Arbeiten in Pastellkreide und Öl. Vorgestellt wird mit Skulputen aus Holz eine von ihm neu entdeckte Technik, die sich im Rahmen eines künst- lerischen Forschens als Rückschau und als Ausblick versteht. Aber nicht nur ein für die Region typisches Handwerk entdeckte Ulrich Duttke im Hochschwarzwald, sondern hier fand er auch eine zweite Heimat. Nach dem Mauerfall kam der gebürtige Sachse in den Westen, seit 2002 lebt und arbeitet er in einem Atelier auf dem Fahrenberg. Ulrich Duttke blickt aus dem Fenster. Ein herrlicher Fern- blick. "Hier fühle ich mich daheim", sagt der 52-Jährige, dessen Leben sich nur um Kunst dreht. Der Sohn einer Textilkünstlerin wollte immer sein Geld mit Kunst verdienen. An der Hochschule für Bildende Künste in Dresden studierte er Gemälderestauration. Eine Wahl, die er bald bereute, weil ihm das Fach keinen Raum bot, eigene Ideen kreativ umzusetzen. Deshalb wollte er in die Malerei wechseln, was von staatlicher Seite aus Kostengründen aber abgelehnt wurde. Ulrich Duttke war enttäuscht. Da half nur noch eines: "Augen zu und durch", denn schließlich wollte er einen Abschluss in der Tasche haben. Heute ist er froh darüber. Denn als Restaurator hat er einen Brotberuf, der ihm neben der Malerei ein regelmäßiges Einkommen garantiert. Nach dem Studium vertiefte der frischgebackene Berufsanfänger sein Wissen durch langjährige Praxis als freiberuflicher Restaurator in Dresden und an der Ostsee. Kleine Pfarrgemeinden entlang der Küste beauftragten ihn, Kirchenaltäre, Malerein und Statuen wieder in Schuss zu bringen. Seit jener Zeit verhilft Ulrich Duttke auch alten Gemälden wieder zu neuem Glanz. Die meisten von ihnen stammen aus privaten Sam- mlungen, oder werden, nachdem sie Jahrzehnte lang auf Speichern verstaubten, von den Erben wieder ans Licht befördert. Einiges Wertvolles wurde erst durch Ulrich DuttkeŽs Hand wieder schön. Sogar "ein Picasso" wurde ihm anvertraut, den er mit großer Ehr- furcht restaurierte und konservierte. Rund fünf Gemälde restauriert Ulrich Duttke im Jahr, aber davon allein kann er nicht leben. Zwei Jahre war er bei einer Firma in Friedrichshafen beschäftigt und setzte als rasender Baurestaurierer historische Gebäude, Kapellen und Kirchen in ganz Baden-Württemberg wieder instand. Heute ist er als freier Restaurator unterwegs, auf seinen Reisen hat er Papier und Stifte immer mit dabei. Denn seine Bilder entstehen oft spontan, aus dem Augenblick und manchmal recht abenteuerlich. "Blick ins Ibental" ist an einem Januarbend auf der Heimfahrt entstanden. Nach kräftigen Schneeschauern brach plötzlich von Westen her die Sonne durch. "Gigantisch", erzählt Ulrich Duttke, der sofort rechts ranfuhr und anhielt, um das Naturschauspiel im schwachen Licht der geöffneten Heckklappe festzuhalten. Wie alle seine Arbeiten in Pastellkreide hat es den für ihn typischen Strich. Ulrich Duttke hat während seines Studiums viele Seminar in Malerei besucht. Von seinen Lehrern hat er vielfältige Anregungen angenommen und verarbeitet. Trotzdem hat er seinen eigenen Stil entwickelt, den er sich bewahrt hat und der auch in den unterschiedlichsten Techniken erhalten bleibt. Mit einer Ausstellung in der Volksbank stellt sich der Künstler erstmals mit seinen Arbeiten in der Region vor.

Autor: Eva Weise