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20. Juni 2011
Busse und Bahnen besser aufeinander abstimmen
Fahrgastbeirat und Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz luden zu Arbeitstreffen ein / Vorbilder: Bad Krozingen und Neuenburg.
MÜLLHEIM (alx). Der Fahrgastbeirat Süd des Regio-Verkehrsverbunds Freiburg und die Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz (AGUS) Markgräflerland haben sich kürzlich zum Arbeitsgespräch im Hotel Stadthaus in Müllheim getroffen. Thema war der öffentliche Nahverkehr am Knotenpunkt Müllheim – mit dem Ziel, gemeinsame Standpunkte zu erarbeiten und Verbesserungen zu erreichen.
Bruno Bartsch vom Fahrgastbeirat und Detlef Schulz-Tavares begrüßten Vertreter aller Müllheimer Gemeinderatsfraktionen, Bürgermeister René Lohs, SWEG-Betriebsleiter Martin Behringer und Mathias Heck, Geschäftsführer der Firma Will, aber auch zahlreiche Bürger. Es ging um ein Konzept für ein besseres ÖPNV-Angebot im Markgräflerland. Die Hauptkritik galt der fehlenden Vertaktung der Busse, die oft nicht auf die Züge warteten.
AGUS und Fahrgastbeirat haben Konzepte für eine Aufwertung der beiden Ringlinien Nord und Süd erarbeitet. Wobei die Fahrgastvertretung die Ringlinien durch Stichlinien ersetzen will. Gemeinsam ist beiden Varianten die Einrichtung weiterer Busknoten an den Bahnhöfen in Schliengen und Heitersheim. So könnte etwa Sulzburg über Ballrechten-Dottingen an den Heitersheimer Bahnhof angebunden werden. Wichtig sei es, die unterschiedlichen Vorschläge zu bündeln, betonte Bartsch. Für ihn gibt es zwei Möglichkeiten: Schritt für Schritt auf Verbesserungen hinzuarbeiten oder der große Wurf, wenn bis 2020 die Breisgau S-Bahn realisiert ist und das Verkehrskonzept fortgeschrieben wird. Mathias Heck und Martin Behringer betonten, beide seien Busunternehmen bereit, entsprechende Leistungen anzubieten, wenn diese finanziert würden. "Die Problematik am Knoten Müllheim beschäftigt uns schon länger", sagte Heck. Dies liege an der Fahrleistung, die zur Verfügung stünden. "Die bisherigen Vorschläge haben es nicht ermöglicht, bei gleicher Fahrleistung Verbesserungen zu erzielen." Die Ringlinie sei optimal, wenn die Busse im Halbstundentakt fahren würden, so Heck. Dies sei der "große Wurf". Diese Lösung fand große Zustimmung, gleichzeitig war man sich einig, dass man weiterhin im Kleinen nach Verbesserungen suchen müsse.
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Ebenfalls besprochen wurde die Wiedereinführung eines Stadtbusses. Bürgermeister Lohs erklärte sich bereit, einen runden Tisch zum Thema ÖPNV einzurichten. Ein Vorschlag war, elektronischen Anzeigetafeln wie auf den Bahnsteigen auch am Busbahnhof anzubringen. So könnten Busfahrer sehen, wie viel Verspätung die Züge haben, und danach entscheiden, ob sie so lange warten können. Stadtrat Michael Nutsch stellte ein Stadtbus-Konzept der lokalen Agenda-21-Gruppe vor. Dieses lehnt sich an den Bürgerbus von Bad Krozingen an. Den wiederum stellte der Sprecher des Fahrgastbeirats, Wolfgang Heinz aus Krozingen, vor. In der Diskussion wurde gefordert, dass es Müllheim beziehungsweise der Gemeindeverwaltungsverband der Stadt Neuenburg gleichtun sollte, die jährlich 140 000 Euro für ihren Stadtbus ausgebe.
Autor: alx
