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04. November 2011

Die Kreidetafel hat einen Nachfolger

Neue Techniken ziehen langsam aber sicher auch ins Klassenzimmer ein.

  1. Streber und Schwamm haben ausgedient: Wenn der Lehrer den USB-Stick aus dem Whiteboard zieht, ist dieses wieder weiß. Foto: DPA

Moderne Technik zieht nicht nur in Form von Handys und Laptops in die Schule ein. Wo früher die Kreide über die Tafel quietschte, hängen heute in den Klassenzimmern elektronische "Whiteboards" an der Wand. So auch am Göppinger Freihof-Gymnasiums: Referendar Martin Hoffmann tippt hier mit seinem Kunststoffstift auf das interaktive Modell einer solchen Tafel – auf das nicht nur projiziert wird, sondern das auch den Stift erkennt. Matheunterricht: Hoffmann zieht einen Balken mit der richtigen Antwort, die gerade von einem Schüler kam, von rechts nach links.

"Das ist die umgekehrt proportionale Zuordnung", erklärt Hoffmann eine Aufgabe. Heute steht der Dreisatz an und der 27-Jährige findet es sehr praktisch, dass er den nicht an der regulären Tafel erklären muss. "Ich konnte das alles schon zu Hause vorbereiten, hab es dann auf meinem USB-Stick gespeichert und heute wieder aufgerufen." Und es quietscht auch keine Kreide auf dem weißen "Board", es funktioniert beinahe lautlos. Nur der Lüfter des Beamers ist zu hören – und die Stifte der Schüler, denn die Schüler schreiben noch mit Kugelschreiber oder Füller in ihre Kladden.

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Im Unterricht kann Hoffmann seine bunten Aufgabenstellungen ergänzen und auf der weißen Wand schreiben. Die elektronische Tafel erkennt das und stellt es per Beamer dar. "Man kann noch viel mehr machen, ich könnte zum Beispiel auch aufs Internet zugreifen oder zusätzlich Bilder zeigen", sagt der Referendar.

Schulleiter Günther Roos ist überzeugt von den Whiteboards. Er setzt auf Technisierung der Schulen. Auf seinem Schreibtisch liegt ein Tablet-PC, auf dem er gerade Schularbeiten korrigiert. Und was ist eigentlich, wenn die Schüler mit der neuen Technik besser umgehen können als ihre Lehrer? "Das kann auch eine Hilfe sein", meint Roos: "Da müssen wir als Lehrer dann schon genügend Souveränität besitzen."

Mehr zum Thema im Internet unter: http://www.lmz-bw.de/technik/techniknachrichten/smart-board.html

Autor: Johannes Wagemann (dpa)