Brechend volle Halle und viel Gaudi

Karin Steinebrunner

Von Karin Steinebrunner

Di, 17. Oktober 2017

Dachsberg

Trachtenkapelle Dachsberg verwandelt die Dachsberghalle wieder in ein bayerisches Bierzelt / Auch Gäste aus Partnergemeinden.

DACHSBERG. Bombige Stimmung herrschte wieder einmal in der brechend vollen Dachsberghalle beim Bayerischen Frühschoppen im Rahmen des Herbstfestes der Trachtenkapelle Dachsberg. Nach dem traditionellen Festgottesdienst, umrahmt vom Kirchenchor Hierbach-Ibach, begannen die Musikerinnen und Musiker der Trachtenkapelle ihr Gaudiprogramm.

"Seid ihr alle gut drauf?" Es war eine rhetorische Frage von Moderator Gerhard Kaiser, auf dessen Späßchen die zahlreichen Stammgäste schon sehnlichst warteten. Los ging’s mit dem für den inzwischen 24. Bayerischen Frühschoppen ebenfalls traditionellen Bayerischen Defiliermarsch.

Wie üblich hatten sich an diesem Sonntagvormittag auch etliche Promis aus der Nachbarschaft sowie einige befreundete Gruppierungen in der stilecht als bayerisches Bierzelt aufgemachten Dachsberghalle eingefunden, darunter Peter Straub, die Bürgermeisterin Janette Fuchs aus Todtmoos, ihre Amtskollegen Roland Arzner aus Weilheim, Thomas Kaiser aus Häusern sowie die ehemaligen Bürgermeister Thomas Fechtig (Ühlingen-Birkendorf) Artur Meiners und Erich Kiefer. Auch Ortsvorsteher Arndt Brühl aus der Ibacher Partnergemeinde Porsdorf war zum Herbstfest angereist, eine Köhlergruppe aus dem schweizerischen Siggenthal, die Jagdhornbläsergruppe Lengnauer Füchse, und natürlich kamen auch die 28 Gäste aus St. Jean de Sixt, die das ganze Wochenende gemeinsam mit der Dachsberger Feuerwehr verbracht hatten, ein weiteres Mal in die Halle.

Sonor leitete das Bassregister als zweites Stück des Tages die "Bodenseepolka" ein, an dessen Ende bereits der ganze Saal begeistert im Rhythmus mitklatschte. Eine ganze Reihe von Polkas folgte, und auch die Freunde der Gesangseinlagen wurden gleich zu Beginn bedient mit Titeln wie "Wenn Abendglocken läuten" oder "Für unsere Freunde". Aber nicht nur stimmungsmäßig bietet die Kapelle bei ihren Programmen stets ein Highlight nach dem anderen, auch musikalisch zeigt sie ihre Vielfalt und ihr Können.

Inzwischen hatte Comoderator Lothar Behringer längst seine Schilder mit den Hinweisen "Klatschen", "Aufstehen" und "Juchzer" zum Einsatz gebracht und Gerhard Kaiser einige seiner Trinksprüche in die Runde geworfen, und es war an der Zeit für einen seiner allseits beliebten Verkleidungsgags. Als Putzfrau mit Neuanstellung beim Bürgermeister erschien er mit einer staubigen Matratze und der Aufforderung an ihn sowie an die Ehrengäste, diese im Rhythmus der Teppichklopferpolka auszuklopfen, was unter viel fröhlichem Gelächter auch geschah, gefolgt vom unvermeidlichen Absingen der Badischen Nationalhymne, dem "Hochbadnerland".

Für die Gäste aus St. Jean hatte sich die Feuerwehr noch eine lustige kleine Extraeinlage ausgedacht, ein Wettspiel, bei dem es galt, zunächst die Mitspieler anhand eines durch die Jackenärmel gezogenen Schlauches miteinander zu verbinden und dann vom einen Ende des Schlauches aus einen Luftballon am anderen Ende aufzupusten. Die französischen Freunde hatten so viel Spaß an diesem Spiel, dass sie gleich im Anschluss von der Bühne herunter eine Polonaise durch die Halle machten, bevor das eigentliche Programm bis weit über die Mittagszeit hinaus weiterging.

Schon am Vorabend war die Halle bei der üblichen "Zünftigen Oktoberfest Party" mit angesagten Trachten reich gefüllt gewesen, bekamen doch die ersten 111 Besucher in Tracht eigens eine Überraschung, und auch am Sonntag waren etliche fesche Dirndl unter den Zuhörern zu bestaunen. Bunt ging es auch musikalisch nach dem bayerischen Frühschoppen weiter mit dem traditionellen Nachmittag der Volksmusik, den ab 14.30 Uhr der Musikverein Dossenbach und ab 16 Uhr der Musikverein Urberg bestritten.