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18. Oktober 2011

Gigantische Gaudi, fröhliches Fest

Ein großes und ausgelassenes Publikum feierte mit der Trachtenkapelle Dachsberg ein bayerisches Herbstfest.

  1. Ein Foto für Schatzi: Die Trachtenkapelle hat das Publikum in ihre Gaudi eingebunden. Fesche Schuhplattlerinnen bewiesen, dass auch Schwarzwaldmädels mit Bayerinnen mithalten können. Foto: Karin Steinebrunner

  2. Foto: Karin Stöckl-Steinebrunner

DACHSBERG. Wenn es für brechend voll eine Steigerungsform gäbe – auf die Dachsberghalle beim bayerischen Gaudi-Frühschoppen der Trachtenkapelle Dachsberg im Rahmen ihres Herbstfestes hätte man sie getrost anwenden können. Und genau so eine Steigerungsform hätte auch der Begriff der Riesenstimmung verdient gehabt.

Die war nämlich so gigantisch, dass sie sich auf dem eigens gebastelten und von Gerhard Kaiser in Betrieb genommenen Stimmungsbarometer gar nicht mehr hätte messen und anzeigen lassen.

Begonnen hat das Herbstfest der Trachtenkapelle Dachsberg bereits am Samstagabend mit einer Oktoberfest-Kult-Party. Den von Pfarrer Jan Grzeszewski zelebrierten feierlichen Festgottesdienst am Sonntagmorgen umrahmte in gewohnter Manier der Kirchenchor Hierbach-Ibach.

Nach der Begrüßung vom Vereinschef Markus Schlegel spielten die 49 Musikerinnen und Musiker der Trachtenkapelle unter der Leitung von Gerhard Behringer zum Auftakt ihres zünftigen bayerischen Stimmungsprogramms den "Bayerischen Defiliermarsch". Auch dieses Jahr hat das Blasorchester keine Mühen gescheut und 30 der interpretierten 34 Musiktitel neu einstudiert, darunter etliche Stimmungshits mit Gesangsquartett, diversen Soli der verschiedenen Instrumentalregister und einer geradezu akrobatisch geschulten Truppe von Nachwuchs-Schuhplattlerinnen.

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Die Moderation teilten sich Lothar Behringer und Gerhard Kaiser. Als geborener Entertainer fühlte sich Gerhard Kaiser so recht in seinem Element. Nicht nur zahlreiche Trinksprüche kamen über seine Lippen. Als Giovanni reiste er eigens mit dem Motorroller aus Sizilien an, um die Urlaubsfotos des Münchners im Himmel des legendären Aloysius, der eine frappierende Ähnlichkeit mit ihm aufzuweisen hatte, auf der Leinwand neben der Bühne zu präsentieren und zu kommentieren. Auch die herrlichen Schnappschüsse, die zu Beginn des Frühschoppenkonzertes beim Rundgang durch die Halle mit einem mit "Schatzi" beschrifteten Holzrahmen entstanden waren, wurden sofort auf die Leinwand projiziert – selbstverständlich zum Musiktitel "Schatzi, schenk mir ein Foto".

Lothar Behringer konnte neben bayerischen Blasmusikschmankerln und feinstem Polkasound nicht nur zwei russische Teufelstrompeter sowie ein ganzes Trompetenregister mit "Eviva Espana" ankündigen, auch das Badnerlied durfte natürlich nicht fehlen. Hatten bei seinen Ansagen zu Schunkelrunden und zum Mitklatschen mit erhobenen Händen die Gäste bereits brav Folge geleistet, so kamen auch die zahlreichen aktuellen und ehemaligen politischen Amtsträger, unter ihnen der ehemalige Landtagspräsident Peter Straub, Landrat Tilman Bollacher sowie mehrere Bürgermeister aus den Nachbargemeinden, begleitet von Pfarrer Jan, ohne Murren auf die Bühne und intonierten dort ihre Regionalhymne.

So war der Boden bestens bereitet für den bunten Nachmittag der Volksmusik, den die Auftritte des Musikvereins Eintracht Ober-/Unterwangen, des Musikvereins Weizen und der Dorfmusik Rechberg im Anschluss boten.

Autor: Karin Steinebrunner