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09. Januar 2012

Viele Solisten setzten Glanzlichter

Trachtenkapelle Dachsberg glänzt beim Jahreskonzert mit rasantem Tempo, bemerkenswerten Einzelleistungen und großer Vielfalt.

  1. Neben den Saxophonen hatte auch Manuel Denz auf der Trompete bei "In the Mood" einen Soloauftritt Foto: Karin Stöckl-Steinebrunner

  2. Dirigent Gerhard Behringer und seine nahezu 50 Musikerinnen und Musiker der Trachtenkapelle Dachsberg begeisterten wieder einmal ihre Zuhörer beim traditionellen Dreikönigskonzert in der Dachsberghalle Foto: Karin Stöckl-Steinebrunner

  3. Geehrt wurden (von links) für 30 Jahre Musikerlaufbahn Lothar Behringer und Thomas Kaiser sowie für 20 Jahre Christoph Thoma, Stefan Rüd, Christoph Schlegel, Christian Rüd und Johannes Schäuble Foto: Karin Stöckl-Steinebrunner

DACHSBERG. Mit Prägnanz, Esprit und einer beeindruckenden Zahl von solistischen Einlagen begeisterte die Trachtenkapelle Dachsberg ihre Zuhörer beim traditionellen, gleichzeitig als Jahreskonzert fungierenden Dreikönigskonzert in der Dachsberghalle in Wittenschwand. Fetzig, zupackend und rhythmisch brillant dirigierte Gerhard Behringer seine nahezu 50 Musiker und Musikerinnen durch ein Programm, das gekonnt sowohl mit konzertanter wie volkstümlicher Blasmusik, aber auch mit Swing und Rock aufwartete.

Bürgermeister Helmut Kaiser appellierte in seiner Begrüßung an die Anwesenden, ein ebenso gelungenes Miteinander in der Gemeinde zu leben, wie die Musiker auf der Bühne dies vorbildlich demonstrierten.

Repräsentativ und mit militärisch-festlichem Gepräge eröffnete der Marsch "Herzog von Braunschweig" das Konzert, bevor sich mit enormer Geschwindigkeit und plastisch herausgearbeiteten Melodieeinsätzen der "Glacier Express" auf seine Reise durch die Alpen machte, deren majestätisches Bergpanorama in den Waldhörnern von Michael Rüd und Christoph Schlegel aufleuchtete. Schmissig erklang der berühmte Konzertwalzer "Rosen aus dem Süden" von Johann Strauß, und nach einer mystischen Einleitung mit Glocken und abgedunkeltem Blech konnte man die flinken Füße der irischen Stepptänzer von "Lord of the Dance" förmlich sehen, so furios interpretierte die Trachtenkapelle diesen Tanzmusicalzusammenschnitt.

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Hatte Thomas Vogelbacher bereits im lyrischen Teil des letzten Programmpunktes seine solistischen Fähigkeiten auf dem Saxofon unter Beweis gestellt, so swingten sich beim Glenn Miller Arrangement von "In the Mood" auch die Saxofonisten Karina Vogelbacher, Marina Böhler, Anna Schäuble und Lothar Behringer in die Herzen des Publikums. Außerdem glänzte bei diesem Titel Manuel Denz als Solist auf der Trompete. Mit einem zackigen Konzertmarsch ging der erste Teil des Konzertes, durch das Marina Böhler, Anna Schäuble sowie bei einem Programmpunkt auch Stefanie Huber ebenso souverän wie sachkundig führten, zu Ende. Zu Beginn der zweiten Hälfte wurde es rockig. Mit "Open Air", einigen Highlights der "Scorpions" sowie einem Rock- und Pop-Medley von "Coldplay on Stage", letzteres dirigiert von Thomas Vogelbacher, zeigte die Trachtenkapelle spielerische Präsenz, fulminantes Tempo und ein ausgezeichnetes Zusammenspiel mit lupenreinen Stopps. Etliche Soli, wie das von Belinda Schlegel auf der Querflöte oder von Carina Schäuble auf der Lyra, bereicherten zudem diese Interpretationen. Solistisch ging es auch weiter. Als Teufelstrompeter betätigten sich Manuel Denz und Markus Schlegel in dem gleichnamigen russischen Titel, dessen Variationen in immer gewagtere Regionen der Tonakrobatik führten.

Spritzig verabschiedete sich die Trachtenkapelle Dachsberg mit der mährischen Polka "In guter Laune" sowie mit dem berühmten Traditionsmarsch von Johann Schrammel "Wien bleibt Wien". Und natürlich hatte das Ensemble auch noch zwei Zugaben im Gepäck, die sich hervorragend zum Mitklatschen eigneten.

Am Ende löste der Vorsitzende Markus Schlegel auch die Schätzfrage auf, an der sich alle Konzertbesucher beteiligt hatten. Gefragt worden war, wie viel alle an diesem Abend auf der Bühne befindlichen Instrumente wiegen. Die korrekte Lösung wären 299,8 Kilo gewesen. Neben Trostpreisen für die höchste sowie die niedrigste Schätzung erhielt Nikolaus Haselwander aus Urberg den dritten Preis. Mit 300 Kilo waren Sabine Bär aus Wilfingen sowie Pauline Denz, die bei der Trachtenkapelle Schlagzeug lernt, die beiden besten Schätzerinnen, unter denen das Los entschied.

Zum ersten Mal beim Jahreskonzert dabei waren die Jungmusiker Raphael Berger, Marie-Luise Denz, Fabian Schäuble und Markus Haselwander. Der Fünfte im Bunde, Tobias Behringer, konnte krankheitsbedingt nicht mitspielen.

Vor der Pause ehrte der Vorsitzende der Trachtenkapelle Dachsberg, Markus Schlegel, langjährige aktive Musiker. Seit 30 Jahren sind Saxofonist Lothar Behringer und Posaunist Thomas Kaiser Mitglieder des Ensembles. Für 20 Jahre aktive Musikerlaufbahn geehrt wurden Christian und Stefan Rüd, Johannes Schäuble, Christoph Schlegel und Christoph Thoma. Für sie alle erklang das "Hochbadnerland".

Autor: Karin Steinebrunner